Donald Trump + Melania Trump

Die Höhe- und Tiefpunkte des G20-Gipfels

Jetzt sind sie weg! Die Trumps sind nach einem dreitägigen Kurztrip nach Warschau und Hamburg wieder abgereist. Wie haben sich der US-Präsident und seine First Lady in Europa präsentiert? Eine Bilanz 

Donald Trump und Melania Trump besteigen am 8. Juli 2017 die "Air Force One", um von Hamburg nach Washington zu fliegen 

Donald Trump und Melania Trump besteigen am 8. Juli 2017 die "Air Force One", um von Hamburg nach Washington zu fliegen 

Welche Peinlichkeiten würden Donald Trump, 71, und , 47, beim "G20"-Gipfel am 7. und 8. Juli  in Hamburg wohl unterlaufen? Eine im Vorfeld des Besuchs berechtigte Frage, war das US-Präsidentenpaar doch bei seiner ersten Auslandsreise im Mai 2017 von einem Fettnäpfchen ins nächste gestolpert. Nun ist das Treffen der 19 stärksten Industrienationen und Schwellenländer und der EU vorbei. Dabei machte Trump auch abseits seines politisches Agierens zu Themen wie Klimawandel und Freihandel  von sich reden. Ebenso wie Gattin Melania.

Die Trump-Highlights 

Zugeben: Solche Schnitzer wie bei ihrer ersten Auslandsreise leisteten sich die Trumps diesmal nicht. Dennoch sorgten sie auch rund um den "G20"-Gipfel für Lacher, Verwunderung und Kopfschütteln.

Ein Korb von Polens First Lady
Die erste Panne passierte zwar schon wenige Stunden vor der Anreise der Trumps nach Hamburg, sorgte aber für solche Lacher, das sie an dieser Stelle trotzdem erwähnt werden soll. Am Mittag des 6. Julis soll der US-Präsident eine Rede am Warschauer Denkmal des Aufstandes halten. Als er dort Agata Kornhauser-Duda, 45, die Ehefrau des polnischen Präsidenten Andrzej Duda, 45, begrüßen will, gibt die ihm einen eiskalten Korb: Die ausgestreckte Hand Trumps ignoriert sie, ergreift stattdessen lieber die von Melania Trump. Der Chef des Weißen Hauses reagiert mit einer Mischung aus Irritation und Non-Amüsement; die Netz-Gemeinschaft mit Schadenfreude und Häme. Armer Donald Trump: Das Thema "Hände schütteln / halten" ist einfach nicht das seine. Auch mit Angela Merkel, 62, und Gattin Melania war dieses Vorhaben schon medienwirksam gescheitert. 

Donald Trump und Melania Trump sind zu Gast in Polen. Bei einer Rede des US-Präsidenten in Warschau kommt es zu einer peinlichen Szene, die ihm reichlich bekannt vorkommen dürfte.

Ein fast misslungener Foto-Call
Am Freitag (7. Juli) haben sich die Mächtigen der Welt zur ersten "G20"-Konferenz in den Messehallen Hamburg zusammengefunden. Einige von ihnen sitzen mit dem Rücken zu den Fotografen. Angela Merkel bittet die betreffenden Politiker, sich mit ihren Stühlen herumzudrehen und für die Fotografen von vorne zu posieren. Prompt wirbeln die Angesprochenen herum - nur einer bewegt sich nicht: Donald Trump. Während seine Kollegen schon freundlich lächeln, dreht er den Kameras immer noch seine breiten Schultern zu. Hallo Donald, bist du da? Sitznachbarin , Premierministerin von Großbritannien, schreitet zur Hilfe und tippt dem US-Präsidenten an die Schulter. Jetzt hat auch er es verstanden. Klick, das Foto kommt in den Kasten.

Demonstranten stellen sich Melania Trump in den Weg
Deutlich weniger amüsant als Unaufmerksamkeit ist das, was Melania Trump wenige Stunden später passiert: Demonstranten belagern die Straßen vor ihrer Unterkunft, dem Haus des Senats am Feenteich. "Wir haben bisher von der Polizei keine Sicherheitsfreigabe zum Verlassen des Gästehauses", sagte ein Sprecher der First Lady zur Deutschen Presse-Agentur. Folge: , der Ehemann von , und die anderen mitgereisten First Ladys brechen ohne Melania zu einer Rundfahrt im Hamburger Hafen auf. Die gebürtige Slowenien hat unfreiwillig Hausarrest. 

Donald Trump und ignorieren Melania 
Mit besonderer Spannung wurde das erste Treffen des amerikanischen und des russischen Präsidenten erwartet. Bei dem persönlichen Gespräch am Rande des Gipfels am Freitagnachmittag (7. Juli) haben die beiden Männer offenbar viel zu besprechen: Statt geplanter 60 Minuten dauert ihr Gespräch 135 Minuten. Eigentlich ein zu begrüßender Umstand, wäre da nicht das geplante Konzert für die Staats- und Regierungschefs in der Elbphilharmonie. Die Zeit drängt, doch Putin und Trump  kommen einfach nicht zum Ende. "Wir haben sogar die First Lady geschickt um zu schauen, ob sie uns da heraushelfen kann. Aber auch das funktionierte nicht", sagt Außenminister Rex Tillerson später gegenüber "The Washington Examiner". Folge: Das für 19 Uhr angesetzte Konzert in der Elphi startete mit etwa 34 Minuten Verspätung. 

ist plötzlich US-Präsidentin
Große Irritation am Samstag, dem zweiten Tag des Gipfels (8. Juli): Plötzlich sitzt Präsidententochter Ivanka auf dem Platz ihres Vaters am Verhandlungstisch der "G20". Erklärung eines Sprechers des Weißen Hauses gegenüber "CNN": "Ivanka saß im Hintergrund und hat sich dann kurz an den Haupttisch gesetzt, als der Präsident nach draußen gehen musste (...). Wenn andere Staats- und Regierungschefs das tun, werden ihre Plätze auch kurz von anderen gefüllt." Es klingt wie eine Rechtfertigung - und die scheint auch angebracht, denn vielen stößt das Erscheinen der Präsidententochter im Kreise der Mächtigen Übel auf. Im Internet entlädt sich die Kritik. Tenor: Ivanka habe keinen offiziellen Regierungsposten inne und damit auch keine Legitimation für einen derartigen Auftritt. 

Shitstorm gegen Ivanka Trump

Mit DIESEM Auftritt erzürnt sie die Deutschen

09.07.2017

Shinzo Abe (Japan), Jim Yong Kim (Präsident der Weltbank), Donald Trump (USA), Ivanka Trump, Angela Merkel (Deutschland) und Justin Trudeau (Kanada) am 8. Juli am "G20"-Gipfel in Hamburg (v.l.n.r.)


Twitter-Aufreger zum Abschied
Ungewöhnlich: Auf seinem Lieblingskommunikationskanal hält sich Donald Trump während seines Deutschlandbesuches mit provozierenden und deplatzierenden Äußerungen zurück. Doch kaum ist der "G20"-Gipfel am Samstagnachmittag für beendet erklärt, erwacht Fettnäpfchen-Trump wieder zum Leben. "Polizisten und Militär haben spektakuläre Arbeit in Hamburg geleistet. Jeder fühlte sich trotz der Anarchisten total sicher", beschreibt er in einem Post seinen positiven Eindruck des Gipfels. Eine Meinung, die viele Beobachter und Betroffene der gewaltsamen Ausschreitungen und einer Bilanz von 476 verletzten Beamten, 186 Festnahmen und über 30 brennenden Autos nicht teilen. Zwar mag sein, dass der Präsident sich mit "alle" nur auf sich und seine Polit-Kollegen bezieht. Doch wie man es deutlich besser macht, hat First Lady Melania einen Tag zuvor bewiesen: ""Ich denke an diejenigen, die während der Hamburger Proteste verletzt worden sind. Ich hoffe, jeder bleibt sicher", schreibt sie mitfühlend auf Twitter.

Vom Winde verweht
Etwas zum Lachen gibt es dann bei der Heimkehr des US-Präsidenten nach dem "G20"-Gipfel an der Elbe. Am Samstagabend amerikanischer Ost-Küstenzeit wird Trump von einem Militärhubschrauber abgeholt, um von der "Andrews Air Force One Base" in Maryland zurück ins Weiße Haus zu fliegen. Die typische Wetterlage scheint er aus Hamburg mitgebracht zu haben: Es herrscht eine steife Brise. Da weht nicht nur die präsidiale Krawatte wie ein Fähnchen im Wind, sondern auch der Hut eines Sparlier stehenden Offiziers: Schwups, ist ihm die Kopfbedeckung vom Kopf geweht und zwar direkt vor die Füße des Präsidenten. Der zeigt sich volksnah, hebt den Hut auf und setzt ihm den Mann wieder auf den Kopf. Doch die Natur wehrt sich hartnäckig gegen den Chef im Weißen Haus... Die lustige Szene sehen Sie im nachfolgenden Video. 

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