Dennis Quaid
© Getty Images Dennis Quaid

Dennis Quaid Von Magersucht zu Mastprogramm

Dennis Quaid muss zunehmen: 13 Kilo fordern seine Produzenten für den neuen Film. Dabei lassen sie völlig außer Acht, dass der Schauspieler einmal an Magersucht litt

Dennis Quaid wäre nicht der erste Schauspieler, der für eine Rolle zunehmen muss. Er wäre auch nicht der erste, der darüber klagt oder bei dem man sich fragt, ob das wirklich gesund sein kann. Ganze 13 Kilo muss er für seine Rolle des "Bill Clinton" in "The Special Relationship" zulegen. Die Produzenten setzten ihn auf die sogenannte Clinton-Diät: Big Macs und Coca-Cola. "Es ist Dennis' größter Albtraum", so ein Mitglied der Filmcrew gegenüber "telegraph.co.uk".

Sicherlich auch, weil Dennis Quaid in der Vergangenheit mit einer Essstörung gekämpft hat. 2006 bekannte er in einem sehr offenen Interview mit dem "Best Life Magazine", in den 90ern magersüchtig gewesen zu sein. "Manorexia" nannte er seine Esskrankheit, eine Wortschöpfung aus "Anorexia" und "Man", denn Quaid wollte darauf hinweisen, dass auch stark erscheinende Kerle darunter leiden können und mit seinem Zugeständnis andere Männer motivieren Hilfe anzunehmen.

"Meine Arme waren so abgemagert, dass ich mich nicht selbst aus einem Swimmingpool ziehen konnte. Doch wann immer ich in den Spiegel sah, hatte ich einen 80 Kilogramm kräftigen Mann vor Augen." Allerdings stand dieser Mann nicht wirklich vor dem Spiegel, zu Drehbeginn wog Dennis Quaid gerade mal 58 Kilogramm bei einer Größe von 1,83 Meter. "Viele Jahre war ich total davon besessen davon, was ich esse, wie viel Kalorien ich zunehme und wie viel Sport ich zum Ausgleich machen musste."

Nun bleibt wirklich nur zu hoffen, dass Dennis Quaid mit dieser Rolle nicht in einen erneuten Teufelskreis gerät, denn das wäre auch eine Traumrolle wie die des ehemaligen US-Präsidenten wahrlich nicht wert.

csc