Dennis Quaid
© Getty Dennis Quaid

Dennis Quaid Strafe muss sein

Den Zwillingen von Dennis Quaid geht es wieder besser. Doch die Geschichte ist noch lange nicht vom Tisch

Zunächst die gute Nachricht. Die am 8. November geborenen Zwillinge von Kimberly und Dennis Quaid haben sich drei Wochen nach dem Behandlungsfehler im Cedars Sinai Medical Center erholt. Alles schaue gut aus, so die Quaids.

Die Angelegenheit ist damit jedoch noch lange nicht vom Tisch: Inzwischen hat das Ehepaar den Hersteller des Medikaments "Heparin", von dem die beiden Säuglinge am 20. November im Krankenhaus eine lebensbedrohliche Überdosis verabreicht bekommen haben, verklagt. Die "Baxter Healthcare Corporation" soll bei der Beschriftung der Verpackungen geschlampt haben: Die Ampullen mit 10 Einheiten pro Milliliter seien von denen mit 1.000 Einheiten pro Milliliter kaum zu unterscheiden.

Baxter wehrt sich: "Wie achten besonders darauf, dass sich unsere Produkte und Dosierungen voneinander unterscheiden, aber keine noch so deutliche Angabe auf der Flasche kann das gewissenhafte Überprüfen des Medikamentennamens und der Dosierung durch das Klinikpersonal ersetzen." Die Anwältin der Quaids, Susan E. Loggins, ist da natürlich anderer Meinung: "Auf einer Fahrlässigkeitsskala von eins bis zehn bekommt diese Pharmafirma eine glatte Zehn." Die Zwillinge seien ernsthaft verletzt worden und blieben verletzt. Die Quaids wollten verhindern, dass solche Unfälle in Zukunft wieder passieren, offenbarte sie dem "People Magazine". Loggins ergänzte, dass bei einem ähnlichen Fall im US-Staat Indiana drei Kinder sterben mussten.