Demi Moore + Ashton Kutcher

Jetzt wird's peinlich

Ihr Leben ist eine Party: Demi Moore benimmt sich, als wäre sie nicht 47, sondern wieder 17. Ashton Kutcher nerven die Eskapaden seiner Frau. Ist ihre große Liebe in Gefahr?

Demi Moore

Schönheitsschlaf? Ich doch nicht!

Selbst eine lange Partynacht kann nicht ausbremsen: Am frühen Morgen zieht sie mit und einer gemeinsamen Freundin im Schlepptau durch die Straßen. Und wer führt die Partykarawane an? Sie natürlich. dreht auf dem Heimweg noch ein paar Pirouetten, tanzt, lacht, grapscht der Begleiterin an die Brust und gönnt sich ein Guten-Morgen-Bier. Hübscher Nebeneffekt: Auftritt im luftigen Outfit sorgt dafür, dass auch morgen wieder weltweit über die jugendlichste 47-Jährige der Welt gestaunt wird.

Bruce Willis

Kuschelzeit mit Töchterchen

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Demi Moore, Hollywoods Duracell-Hase, verbringt gerade wilde Wochen - und lässt ihre Fangemeinde auf "" daran teilhaben. Wenn sie nicht auf alkoholgeschwängerten Partys die Nacht zum Tag macht, postet sie Schnappschüsse von sich im Internet: Demi hat Bad Hair Day, Demi hat sich heiße Nachrichten für Ashton auf die Hand gekritzelt ("Komm ins Bett, Baby!"), Demi mit Grimasse, Demi mit Hündchen oder mit Scherzartikel-Brille - alles, wirklich alles muss ins Netz!

Demis Kids Scout, 19 und Tallulah, 16 (r.): "Ich liebe meine Patchworkfamilie", sagt Ashton Kutcher. Seine Stieftöchter schwärme

Demis Kids Scout, 19 und Tallulah, 16 (r.): "Ich liebe meine Patchworkfamilie", sagt Ashton Kutcher. Seine Stieftöchter schwärmen: "Er ist ein toller Kumpel".

Dabei lässt sie keine Gelegenheit aus, sich vor ihren fast drei Millionen "Twitter"-Anhängern als junge, lebenslustige Humorbombe zu inszenieren. "Wir sollten uns in unserem Leben darauf konzentrieren, mehr Spaß zu haben - und das auch anderen vermitteln!", forderte sie in einem Gespräch mit Gala. Zuletzt hatte es ihr Spaß gemacht, aufreizende Bikinibilder von sich ins Netz zu stellen. Sie zeigt eben gern, was sie hat: einen Körper, um den sie nicht nur Frauen ihres Alters beneiden. Auch bei ihren jugendlichen Fans kommt das gut an - sie posteten Ego-Streichler wie "WOW!!" oder "Du bist göttlich!". Ein weiblicher Teenie schrieb sogar: "Bitte gib mir deinen Körper, sofort!" Für deutlich weniger Zustimmung sorgten die Bilder von Demi auf dem Schießplatz, die sie ebenfalls im Netz veröffentlichte. Dort entspann sich eine Kontroverse, die erst Ashton Kutcher mit einem humorigen Beitrag beenden konnte. Die Bilder seines Flintenweibs kommentierte er mit einem "Und deshalb machen wir keine schlechten Scherze mit Mrs. Kutcher!"

Wie schlechte Scherze wirken dafür die Spaß-Guerilla-Aktionen seiner Frau oft selbst. Was am Anfang noch amüsant war, wirkt inzwischen bemüht bis egomanisch. Sogar in Hollywood, wo die Vermarktung des eigenen Privatlebens zum Job gehört, ist ein solches Sendungsbewusstsein selten. Jeder soll es mitbekommen, dass für Demi auch im reifen Alter das ganze Leben eine ist. Sie und Ashton Kutcher - am 24. September feiern sie ihren fünften Hochzeitstag - sind nun mal Hollywoods Internet-Pärchen Nummer eins.

"Moore in der Midlife Crisis!", raunt man sich bereits zu auf den wichtigsten Partys von Los Angeles. Und tatsächlich: Im Streben, sich mit ihrer unverblümten Online-Präsenz stets jung, offen und frisch zu zeigen, wirkt Demi Moore derzeit ziemlich unentspannt. Während sich Männer in ihrem Alter einen Sportwagen zulegen oder für den Marathon trainieren, will sie eben auf ihre Weise mit dem 15 Jahre jüngeren Ehemann mithalten - dazu gehört auch, ihren Body weiterhin auf den Stand einer Dreißigjährigen zu tunen und Hollywoods Partys aufzumischen, als gäbe es kein Morgen. "Sie trinkt halt ganz gern mal einen über den Durst", heißt es aus ihrem Freundeskreis.

Sollte die Schauspielerin hinter ihrer betont fröhlichen Fassade leiden, käme das den vielen "Demi-in-der-Krise"-Neidern gerade recht. Würde sich doch bestätigen, was sich hartnäckig als Gerücht hält: dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der junge Hotshot Kutcher sich nach einer Frau in seinem Alter umschaut. Dass Demi und Ashton seit fünf Jahren eine Bilderbuch-Ehe führen und er für ihre drei Töchter ein liebevoller Ersatzpapa ist, wird dabei ausgeblendet.

Stattdessen werden jetzt Fremdknutsch-Gerüchte lanciert: Ashton habe mit einer jungen Blondine vor der Herrentoilette des Restaurants "Madeo" in Los Angeles heiße Küsse getauscht, will zum Beispiel das "Star Magazine" wissen. Sowohl Mr. als auch Mrs. Kutcher dementierten kurz darauf - natürlich via "Twitter". Er drohte gar mit einem Anwalt und schrieb: "Pressefreiheit bedeutet nicht, sich Geschichten auszudenken."

Nicht ausgedacht ist allerdings, dass Demi Moores Karriere im Allzeit-Tief ist und sie ein bisschen PR dringend brauchen kann. Ihre letzte bemerkenswerte Rolle - für ihren Kurzauftritt im Polit-Drama "Bobby" bekam sie viel Kritiker-Lob - ist vier Jahre her. Aktuell stehen nur zwei Filme der Kategorie "seicht" an, einmal spielt die frühere Sexbombe die Mutter von . Ashton hingegen gehört zu den heißesten Jungstars und gibt in seinen Filmen gern den feurigen Liebhaber. Und das zuletzt, bei den Dreharbeiten zu "Friends With Benefits", so überzeugend, dass Demi eifersüchtig auf seine Filmpartnerin gewesen sein soll.

Für Demi eine eindeutige Aufforderung, sich noch mehr ins Zeug zu legen. Ihr Kampfanzug: ein messerscharfes kleines Schwarzes. Ihre Arena: das Konzert von in Las Vegas, vor Tausenden Zuschauern, vorrangig junge männliche Hip-Hop-Fans. Demi schnappte sich ihren Göttergatten, schwang sich mit ihm auf die Bühne und lieferte eine stripclubreife Leistung ab: ließ die Hüften kreisen, wackelte mit dem Hintern, wirbelte zwischen Ehemann und hin und her.

Ashton schien peinlich berührt, die ganze Aktion wirkte angestrengt - wie so vieles, was Demi in den vergangenen Wochen anstellte. Ein Beispiel: Als sie mit Ashton letztens eine Vernissage in besuchte, lief sie mit Nerd-Brille und avantgardistischem Styling auf, als wolle sie als ältere Schwester von Lourdes Ciccone durchgehen. Wobei sie sich ja selbst noch jünger - oder unreifer - einschätzt als Madonnas 13-jährige Tochter: "Meistens fühle ich mich wie eine Fünfjährige. Das ist auch der Grund, warum auf meiner Twitter-Seite ein Kinderfoto steht." Überhaupt sei für sie Twittern das Normalste der Welt: "Ich bin halt ein Computerjunkie." Sie findet: "Wenn man sich nicht selbst auf den Arm nehmen kann, dann ist es doch echt vorbei!"

Roland Roedermund
Mitarbeit: Nina Dinkelmeyer

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