David Carradine
© WireImage.com David Carradine

David Carradine Familie fordert Hilfe vom FBI

Die Familie des toten David Carradine möchte, dass die US-Bundespolizei bei der Aufklärung der genauen Todes-Umstände des Schauspielers hilft

Die Spekulationen um den mysteriösen Tod von David Carradine reißen nicht ab. Nun möchte die Familie des Hollywoodstars, der vor wenigen Tagen, leblos und nackt im Schrank eines Bangkoker Hotels gefunden wude, dass das "FBI" bei der Aufklärung der genauen Todesumstände hilft. Nach Angaben eines Anwalts hatte Davids Halbbruder Keith die US-Bundespolizei um Unterstützung gebeten.

An einen Selbstmord des Schauspielers glaubt die Familie nicht. Vielmehr möchte sie, dass aufgeklärt wird, ob noch eine zweite Person involviert war. Auch für Davids Agent Chuck Binder war es eindeutig Mord. Er sagte in der "CNN"-Show von Larry King am Freitag (5. Juni), er glaube, der Kill-Bill-Star sei ermordet worden. "Ich würde es nicht einen Unfall nennen. Ich habe heute einige Anrufe von seinem Produzenten aus Thailand bekommen. Ich will nicht mitten in den Untersuchungen spekulieren, aber dieser Mann sagte zu mir, das was nicht stimmt."

Bei der Aufklärung soll nun auch eine weitere Autopsie eines renommierten Pathologen helfen, den die Angehörigen des Toten engagieren wollen. Die Leiche wurde am Samstag (6. Juni) bereits in die USA überführt.

Anwalt Mark Geragos erklärte, die widersprüchlichen Berichte und Spekulationen über Selbstmord oder Sex-Unfall belasten die Familie sehr. Außerdem werden die Angehörigen leider nur unzureichend von den thailändischen Behörden informiert. "Wir wissen nicht viel mehr als die Öffentlichkeit", sagte Geragos.

Unterdessen weist das auf Justizfälle spezialisierte Blatt "The Smoking Gun" auf Scheidungspapiere der Schauspielerin Marina Anderson hin, die von 1998 bis 2001 mit dem Verstorbenen verheiratet war. Darin heißt es: "Die Fortsetzung seines widerlichen und abartigen sexuellen Verhaltens, das potenziell tödlich war, hat ebenfalls zu den Schwierigkeiten unserer Beziehung beigetragen".

Große Empörung löste die thailändische Zeitung "Thai Rath" aus, die ein Bild vom Fundort auf der Titelseite abdruckte. Hierauf ist der Tote nackt in einem Schrank an einer Kleiderstange hängend zu sehen, die Hände sind über dem Kopf zusammengebunden. Die Angehörigen von David Carradine drohen nun mit rechtlichen Schritten für weitere Veröffentlichungen dieser Art.

rbr

Update vom 8. Mai 2009, 15:14 Uhr:


Wie der "Spiegel" berichtet, darf das "FBI" den Tod von David Carradine nicht aufklären. Die thailändische Polizei erlaubt den US-Ermittlern lediglich, ihnen bei der Arbeit über die Schulter zu gucken.