Clinton + Obama

Duell der Demokraten

In den USA tobt ein unerbitterlicher Kampf: Hillary Clinton und Barack Obama buhlen mit Hilfe zahlreicher Hollywood-Stars um Wählerstimmen für die Präsidentschaftswahl

Hillary Clinton + Barack Obama

Die Vorwahlen in den USA sind fast abgeschlossen. Nur die drei Bundesstaaten Montana, New Mexico und South Dakota dürfen am 3. Juni noch abstimmen. Am 4. November folgt dann die Präsidentschaftswahl, die darüber entscheidet, wer am 20. Januar 2009 als neuer Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wird.

Die beiden Spitzenkandidaten der Demokraten, und , liefern sich seit vergangenem Jahr ein spannendes Duell um die begehrten Wählerstimmen. Es geht um viel: Beide Kandidaten gehören zu gesellschaftlichen Gruppen, die dieses Amt noch nie bekleidet haben. Hillary Clinton könnte die erste Präsidentin und Barack Obama der erste Afro-Amerikaner im Weißen Haus werden.

Aus diesem Grund rühren die beiden so gut es geht die Werbetrommel und gehen auf Stimmenfang. Dabei sind sie nicht allein: Unterstützt werden sie von zahlreichen Hollywood-Stars, die sich öffentlich für ihren Lieblings-Kandidaten stark machen. Wer sich auf wessen Seite schlägt und wer sich besonders einsatzfreudig zeigt, haben wir auf den nächsten Seiten zusammengestellt.

Die Clinton-Fans

Hillary Clinton + Stars

Hillary Clinton + Anhänger

Hillary Clinton wäre die erste Frau im Amt des Präsidenten und damit die mächtigste Frau der Welt. Doch ihr bisheriger Weg war steinig - oftmals versperrt durch ihren größten Konkurrenten Barack Obama. Da können ein paar unterstützende Stimmen von einflussreichen Hollywood-Stars nicht schaden.

engagiert sich schon seit über vierzig Jahren für die Demokraten. Ihre Stiftung hat schon mehrere Millionen Dollar für politische Zwecke gesammelt. Hillary Clinton liegt ihr besonders am Herzen: "Eine Frau als Präsidentin - welch eine grandiose Vorstellung".

wurde eigens von der Präsidentschaftskandidatin zu ihrer Wahlkampfveranstaltung im texanischen Austin eingeladen. Die "Desperate Housewife" tat das, was sie am besten kann: Gut aussehen, nett lächeln und so für Hillary Clinton werben.

hingegen ließ sich von der 60-Jährigen nicht bitten, sondern handelte auf eigene Faust. Nachdem Barack Obama sein Wahlkampfvideo "Yes I can" mit vielen Hollywood-Stars veröffentlicht hatte, produzierte der Schauspieler seinen eigenen Clip. Mit einem Mix seiner bekanntesten Filmrollen geht er so auf Stimmenfang.

nutzte die Promotion für ihren neuen Film "Die Schwester der Königin", um ihre politische Meinung kundzutun: "Ich finde es wirklich frustrierend und ärgerlich, wie Hillary Clinton von den Medien behandelt wird - auch von vielen Menschen. Wenn sie keine Emotionen zeigt, sagen die Leute, sie sei kalt und gefühllos. Wenn sie welche zeigt, sagen sie, sie ist schwach oder kalkulierend. Es ist wirklich unfair. Ich denke, sie ist brillant, stark und politisch sehr erfahren."

Auch der kultige Klatschblogger outete sich als Anhänger. Am Tag des "Super Tuesday" schrieb er seine Bewunderung für die Kandidatin in seinem Blog nieder: "Mit Hilarys Fähigkeiten können wir uns sicher fühlen - ihre Pläne für die Gesundheits- und Bildungsreform helfen allen Bürgern. Deshalb wollen wir sie als nächste Präsidentin." Zuvor hatte der Blogger sich für Barack Obama ausgesprochen, doch die Auftritte von Hillary Clinton hätten ihn letztlich überzeugt.

Um die Wahlkampfkassen zu füllen, wird Hillary Clinton am 9. April sogar zusammen mit John in der New Yorker "Radio City Music Hall" auftreten. "Elton and Hilary - One Night Only" wird das Konzert heißen, bei dem der Musiker mit schmachtender Stimme die Werbetrommel rühren wird. Die Tickets kosten zwischen 125 und 250 US-Dollar. "Ich bin kein Politiker, aber ich glaube an die Arbeit, die Hillary Clinton macht", begründete Elton John sein Engagement.

Die Obama-Fans

Barack Obama + Stars

Barack Obama + Anhänger

"I got a crush... on Obama". Nicht nur das durch das Internet bekannt gewordene Obama-Girl kämpft mit allen (augenscheinlich weiblichen) Mitteln dafür, dass der farbige Senator der Präsidentschaftskandidat der Demokraten wird. Barack Obama vereint das jüngere und hippere Hollywood in seiner Anhängerschaft. Ob es ihm nutzen wird oder nicht, viele Stars sind überzeugt von seinen Führungsqualitäten.

Ganz vorne mit dabei: . Der Schauspieler macht sein politisches Engagement immer wieder deutlich und unterstützt Barack Obama in vielerlei Hinsicht: "Er ist der beste Kandidat, den ich seit langem gesehen habe. Er hat eine Fähigkeit, die man weder lehren noch lernen kann: Er ist ein Anführer. Betritt er den Raum, möchte man ihm folgen. Es gibt wirklich wenige Rockstar-Politiker, aber er ist definitiv einer."

Obama steht für Veränderung. Der 46-Jährige sieht sich und seine Politik als die Möglichkeit, die amerikanische Welt zu wandeln. Das wünschen sich derzeit viele der jüngeren Stars. Der amerikanische HipHop-Star und "Black Eyed Peas"-Frontmann .I.Am hat bereits zwei Musik-Videos für den Demokraten veröffentlicht, in denen sich eine beeindruckende Anzahl Stars die Ehre geben.

Auch verrät in "We are the Ones" warum sie Barack im weißen Haus sehen will: "Ich würde gerne einen sauberen Planeten für mein Kind sehen, das ich sehr bald in diese Welt setzen werde." Scarlett Johansson und Macy Gray unterstützen Barack ebenfalls stimmlich und mobilisieren ihre Fanblocks. Schauspieler und Reese-Witherspoon-Exmann Ryan Phillippe stimmt zu: "Ich denke, es ist Zeit für eine Veränderung. Ich möchte eine bessere Zukunft für meine Kinder."

Viele Hollywood-Stars unterstützen Senator Obama mit Geldspenden: Anthony Kiedis, Jennifer Aniston und Tobey Maguire ebenso wie Robert de Niro, Matt Damon und Eddie Murphy. Mit vollem, körperlichen Einsatz wirbt hingegen Halle Berry: Die Oscarpreisträgerin verkündete, sie würde auch Pappbecher von den Straßen einsammeln, um Barack seinen Weg in das Weiße Haus zu ebnen.

Und ist sowieso begeistert von dem Juristen. Zwar hätte er sich am liebsten selbst im weißen Haus gesehen, aber wenn er es nun nicht sein kann, gönnt er es in jedem Fall Barack. Der würde sich den "I am Legend"-Darsteller übrigens wünschen, wenn es um die Verfilmung seines Lebens geht: "Ich weiß, Will ist zweifellos attraktiver als ich. Aber wir haben beide große Ohren."

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