Christoph Schlingensief

Leichter Rückschlag

Der an Krebs erkrankte Regisseur Christoph Schlingensief konnte nicht an seiner eigenen Buchvorstellung teilnehmen

Christoph Schlingensief

Christoph Schlingensief

Am Abend in der ARD-Sendung "Beckmann" war der an Lungenkrebs erkrankte Christoph Schlingensief noch voll Elan und wirkte optimistisch. Der Theaterregisseur erzählte dem Talkmaster von seinen Plänen, seine Freundin Aino zu heiraten: "Sie hat mir sehr extrem geholfen in dieser ganzen Zeit. Ohne sie wäre ich da nicht so durchgekommen", sagte er in der Sendung.

Doch schon am nächsten Tag wurde Christoph Schlingensief von seiner Krankheit wieder eingeholt. An seiner eigenen Buchvorstellung ("So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!") konnte er nicht teilnehmen: Der an Lungenkrebs erkrankte Autor habe in der Nacht einen Fieberschub bekommen, teilte Helge Malchow von "Kiepenheuer & Witsch" mit. Schlingensief nehme derzeit als Ersatz für eine zweite Chemotherapie Medikamente, die zwar gut anschlügen, jedoch mit Nebenwirkungen verbunden seien. Trotzdem habe der 48-Jährige "einen optimistischen Blick auf die weitere Entwicklung."

Schicksalsschläge

Hart getroffen

7. September 2009: Schlimme Zeiten für Reinhard Mey. Der Sohn des Liedermachers liegt seit sechs Monaten im Wachkoma
9. Mai 2014: Erneut muss sich Hugh Jackman wegen einer Hautkrebserkrankung behalndeln lassen. Den ersten verdächtigen Hautfleck entdeckte Jackmans Frau Deborra-Lee Furness Ende 2013, woraufhin Hugh das potentiell gefährliche Gewächs sofort entfernen ließ.
5. Mai 2014: Julia Roberts auf einer Trauerfeier für ihre Halbschwester Nancy Motes. Sie war am 9. Februar an einer Überdosis gestorben. "Es ist einfach Herzeleid", sagte die Schasupielerin später dem Magazin "WSJ".
19. Dezember 2013: Jane Birkin hat den wohl schwersten Gang vor sich. Sie muss ihre Tochter Kate Barry zu Grabe tragen. Die Fotografin starb am 11. Dezember nach einem Sturz aus dem Fenster ihres Pariser Appartements. Sie wurde 46 Jahre alt. Die Todesursache ist nicht vollständig geklärt. Die Polizei schließt Suizid nicht aus.

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Bei "Beckmann" merkte der Künstler an, dass seine Erkrankung in manchen Situationen auch nützlich sei: "Es ist ein Vorteil der Krankheit, dass ich manchmal einfach sagen kann: 'Ich gehe jetzt nach Hause, ich bin müde'", sagte Christoph Schlingensief.

jan

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