Charlton Heston Tod einer Legende

Er war einer von Hollywoods größten Schauspielern: Am Sonntag starb Charles Heston im Alter von 84 Jahren an Alzheimer

Hollywood hat einen großen Schauspieler verloren: Charlton Heston starb am Sonntag im Alter von 84 Jahren an den Folgen von Alzheimer. Seine Frau Lydia stand ihm in den letzten Stunden in ihrem gemeinsamen Haus in Beverly Hills zur Seite. "Die Welt sah ihn als überlebensgroße Figur", hieß es in einer Mitteilung der Familie. "Niemand könnte sich ein erfüllteres Leben wünschen als seines. Kein Mann hätte seiner Familie, seinem Beruf und seinem Land mehr geben können".

Der Durchbruch gelang Charlton Heston 1950 mit der Hauptrolle in dem Thriller "Stadt im Dunkeln". Neun Jahre später erhielt er den Oscar für seine Darstellung des Ben Hur im gleichnamigen Film. Zu seinen wichtigsten Rollen zählten auch sein Auftritt als mexikanischer Detektiv in "Im Zeichen des Bösen" von Orson Welles und seine Darstellung eines Astronauten in dem Science-Fiction-Film "Planet der Affen". Während seiner Laufbahn drehte er insgesamt mehr als 100 Kino- und Fernsehfilme.

In den 90er Jahren machte Charles Heston als Befürworter der amerikanischen Waffenlobby auf sich aufmerksam. Von 1998 bis 2003 war er Vorsitzender der "National Rifle Association", eines Zusammenschlusses von US-Waffenbesitzern. Er geriet deswegen oft in die Schusslinie und es wurde ihm unterstellt, er sei mitverantwortlich für die Massaker an amerikanischen Schulen. Auch Michael Moore stellte ihn in seinem Film "Bowling for Columbine" an den Pranger.

Bereits 2002 hatte Charles Heston sich wegen seiner Alzheimer-Erkrankung aus der Öffentlichkeit zurück gezogen und seinen Abschied offiziell verkündet: "Ich habe mein ganzes Leben vor euch auf der Leinwand und der Bühne geführt. Euer Applaus waren Inhalt und Sinn meines Daseins. Für einen Schauspieler gibt es keinen größeren Verlust als den seines Publikums.

jgl