Cate Blanchett

Jetzt schreibt Cate

Verbieten oder nicht? Eine skandalträchtige Kunstausstellung spaltet die australische Nation. Nun hat sich auch Cate Blanchett eingeschaltet und bejaht künstlerische Freiheit

Cate Blanchett

Kunst ist kontrovers, Kunst ist Diskussion - Tatsachen, die sich zurzeit in in einem aktuellen Kunstboykott-Skandal bewahrheiten. In der Kunstszene in "Down-Under" geht es in diesen Tagen so heiß her, dass sich nun auch Australien-Export an der öffentlichen Diskussion um eine umstrittene Fotoausstellung beteiligt. Laut "contactmusic.com"unterzeichnete die Schauspielerin einen offenen Brief an den australischen Premierminister Kevin Rudd.

Cate Blanchett

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Wo hört Kunst auf, wo fängt Pornografie an? Die Bilder des öffentlichen Anstosses stammen aus der Kamera des australischen Top-Fotogtrafen Bill Henson. Sie zeigen auch, was nach überwiegender Meinung der Bevölkerung nicht gezeigt werden darf: unbekleidete Minderjährige. Vergangene Woche wurde Hensons Ausstellung in Sydney mit polizeilicher Unterstützung geschlossen. Ein Fehler, meinen die Befürworter des Künstlers und meint auch Cate Blanchett.

"Wir sollten bedenken, dass die Behandlung von Künstlern durch den Staat einen integralen Bestandteil unserer sozialen Freiheit darstellt," geben die Verfasser und Cate in dem Brief an Kevin Rudd zu denken. "Es ist nicht unser Anliegen, den Missbrauch von Kindern zu verteidigen, aber Hensons Arbeit hat nichts mit Kinderpornographie zu tun. Hierbei handelt es sich um Kunst."

Die australischen Grenzen zwischen Kunst und Pornografie werden weiter definiert. Kevin Rudds Reaktion auf die brieflich geforderte Wiedereröffnung der Ausstellung ist noch nicht bekannt.

mlu

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