Casey Affleck

Beklagter - und Kläger

Casey Affleck soll eine Mitarbeiterin am Arbeitsplatz sexuell belästigt haben - das steht in einer Klageschrift, die Freitag das Gericht erreichte. Afflecks Anwälte feuern zurück: Alles Lügen, reine Geldgier. Sie wollen Gegenklage erheben

Casey Affleck

Am Superior Court von Los Angeles ging am Freitag (23. Juli) eine Klage über den jüngeren Affleck-Bruder, , als Arbeitgeber ein. Eine ehemalige Angestellte, Amanda White, behauptet nach einem Bericht von "The Hollywood Reporter", dass der Regisseur sie während der Arbeiten an der schrägen Filmdokumentation "I'm Still Here: The Lost Year of " wiederholt sexuell belästigt, beleidigt und letztlich für ihre Arbeit als Produzentin auch nicht bezahlt habe. Sie verlangt nun zwei Millionen Dollar (rund 1,55 Millionen Euro).

Anwalt Michael Plonsker, der ihn und seine Produktionsfirma vertritt, sagte gegenüber der Branchenzeitschrift, die Vorwürfe seien absurd und ohne Basis. Hier wolle sich nur eine Rausgeschmissene mit einer reißerischen Geschichte profilieren. Sie verspreche sich davon wohl, dass man auf ihre lächerlichen Forderungen eingehe.

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In der Beschwerde führt die ehemalige Produzentin, die mit Affleck auch schon im Rahmen von "Good Will Hunting" zusammengearbeitet hat, verschiedene Situation auf, die sie bis heute seelisch belasten. Darunter eine Situation, in der Affleck einen Mitarbeiter aufgefordert habe, ihr seinen Penis zu zeigen. Als Whites Alter zur Sprache kam, soll er gefragt haben, ob es nicht mal Zeit sei, schwanger zu werden. Casey Affleck soll Frauen oft als "Kühe" bezeichnet haben. Affleck und Joaquin Phoenix hätten sich in Whites Hotelzimmer in Costa Rica mit zwei Prostituierten eingeschlossen. Es habe Dreharbeiten mit Transvestiten gegeben, ohne dass sie vorher davon informiert gewesen wäre. Und Affleck hätte versucht, sie dazu zu bringen, in San Fransico eine Nacht in seinem Hotelzimmer zu verbringen.

Afflecks Anwalt weist darauf hin, dass die Frau schon vor einem Jahr rausgeschmissen worden sei. Sie schildert die Situation so, dass sie einen mündlichen Vertrag über eine Bezahlung von 50.000 Dollar (ca. 39.000 Euro) gehabt habe. Als sie später versucht habe, dieses auch in einer schriftlichen Vereinbarung festzuschreiben, habe man sie erst hingehalten und ihr dann klargemacht, dass sie nicht bezahlt werden würde, woraufhin sie ausgestiegen sei. Afflecks Anwalt Michael Plonsker lässt keinen Zweifel daran, dass Affleck sich gegen die Klagen verteidigen werde und Gegenklage wegen der verleumderischen Behauptungen einlegen werde.

Der Klageweg ist derzeit ein beliebter in Hollywood: Gerade erst wurde Schauspieler beschuldigt, eine Statistin am Set belästigt zu haben. liegt im Clinch mit dem Produzenten von "Desperate Housewives" über angebliche Misshandlungen am Set. Ob in der Filmmetropole die Bereitschaft, gegen die sicherlich oft unfairen Arbeitsmethoden anzugehen, gestiegen ist oder ob nur die Chancen, auf diesem Weg schnell reich zu werden, eine immer größere Verlockung darstellen, ist schwer zu beurteilen.

Die Pseudo-Doku "I'm Still Here: The Lost Year of Joaquin Phoenix", in der der Oscar-Star und Schwager von Casey Affleck vorgeblich sein Leben als Schauspieler aufgibt, um Rapstar zu werden, kommt im September in die Kinos.

cfu

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