Fatih Akin
© Getty Fatih Akin

Cannes-Wettbewerbsfilme Das kann Fatih Akin zu 'ner Palme bringen

Der deutsche Regisseur Fatih Akin kann schon mal seine Koffer packen: Er ist zu den Filmfestspielen in Cannes eingeladen. Mit ein bisschen Glück kommt er miit einer Palme im Gepäck zurück

"Auf der anderen Seite" heißt der neue Film von Fatih Akin, 33. Neben Oscar-Gewinner Florian Henckel von Donnersmarck ist Akin ein zweiter deutscher Regisseur, der so langsam für große Preise gut ist. Bei der Berlinale 2004 erhielt er den Goldenen Bären für "Gegen die Wand", 2005 durfte er als Jurymitglied die Luft von Cannes schnuppern. Nun steht sein aktuelles Werk im Wettbewerb des Festivals an der Côte d’Azur, das vom 16. bis zum 27. Mai dauert. "Auf der anderen Seite" erzählt die Geschichte von sechs Menschen, die sich unwiderruflich trennen müssen und kommt in Deutschland im Herbst in die Kinos.

Starke Konkurrenten

Die Cannes-Konkurrenz für den Deutschen ist allerdings beachtlich: Im Wettbewerb sind auch Filme von so großen Regisseuren wie Quentin Tarantino (mit "Death Proof"), den Coen-Brüdern Ethan und Joel (mit "No Country for Old Men"), David Fincher (mit "Zodiac"), Gus van Sant (mit "Paranoid Park"), Kim Ki-duk (mit "Breath") und des Chinesen Wong Kar-Wai (berühmt geworden durch "In the Mood for Love"), dessen "My Blueberry Night" mit Jude Law und Norah Jones das Festival eröffnen wird. Filmfans in aller Welt reiben sich angesichts dieses Aufgebots schon jetzt eifrig Hände und Augen. Außerhalb des Wettbewerbs werden auch ein paar kleine Leckerbissen gezeigt - das Starspektakel "Ocean's 13" zum Beispiel, das sicherlich auch viele VIP-Gäste auf den roten Teppich locken wird, und der neue Film "Sicko" von USA-Kritiker Michael Moore.

Der Cannes-erfahrene Fatih Akin wird dies spannende Umfeld sicherlich ganz gelassen nehmen. Die Nachrichtenagentur AP zitierte die Freude des Hamburgers mit den Worten "Ich bin erstmal da angekommen, wo ich hinwollte. Mal sehen, wohin die Reise noch geht." Na - nach Frankreich natürlich.