Cameron Diaz

Hollywoods Sonnenschein

... bringt jeden zum Strahlen. Weil Cameron Diaz ihren klimafreundlichen Lifestyle mit Spaß und Selbstironie lebt, wurde sie zum Öko-Darling Nummer eins. Ihre Lover wissen ein Lied davon zu singen

Cameron Diaz

Wann genau Cameron Diaz die Erleuchtung kam,

weiß sie selbst nicht mehr genau. Es muss an einem dieser perfekten Tage gewesen sein. Gerade hatte sie ihr leckeres Kraftfrühstück genossen - Knoblauchreis mit Ei, Limone, Hühnchen -, sich kurz entspannt, war dann auf dem Surfbrett in die Wellen vor Hawaii eingetaucht. Ihren Sportler-Buddy , 35, ein paar Meter neben sich, paddelte die 34-Jährige erschöpft, aber überglücklich zurück an den Strand. Warmen Sand unter den Füßen, Salz in den Haaren, umgeben von üppig grün bewachsenen Felsen, schauten die zwei aufs Meer. Überwältigt von der Schönheit der Natur. Vielleicht genau in diesem Moment wurde der Schauspielerin klar, dass sie ihren Heimatplaneten unendlich liebt.

Cameron Diaz mag's grün: Autos, Haus und Meeresschutz

Cameron Diaz mag's grün: Autos, Haus und Meeresschutz

"Ich war schon immer jemand, der sich große Sorgen um die Umwelt macht", so gegenüber GALA. Jammern und Schwarzsehen ist aber nicht ihr Ding. Sie wurde aktiv, legte sich schon früh einen Toyota Prius zu, das erste Serienfahrzeug mit Benzin-Elektro-Antrieb. Wasserdichte Begründung: " Surferin möchte ich in sauberen Ozeanen schwimmen. Ein Hybridwagen verpestet die Luft nicht. Das macht mich glücklich." Und Mutter Natur dazu. Doch mit der Wahl des Autos ging es erst richtig los. In kleinen Schritten die Welt ­retten, lautet Devise. "Ich glaube nicht, dass ich jemals etwas richtig Radikales tun würde", sagt sie. Muss sie auch nicht. Wacker­ unterstützt sie Kelly Slaters Surfrider Foundation zum Schutz der Meere, nimmt an Seminaren zum Thema Erderwärmung teil, rührte mit ihm die Werbetrommel für die "Live Earth"-Konzerte. An der Universität Stanford überzeugte sie mit einer Vorlesung über umweltfreundliches Design.

Mrs. weiß, wovon sie spricht: Von Star-Architekt William McDonough, einem Lehrbeauftragten der Uni, lässt sie sich ihr Haus in Kalifornien ökofreundlich umbauen. Schon bald sollen Sonnen- und Windkraft für Strom sorgen. McDonough, inzwischen ein guter Freund, schwärmt von Camerons Feuereifer. bescheinigt ihr, "sehr, sehr engagiert" zu sein. Und Eli­za­beth Rogers, Autorin des gerade in den USA erschienenen Ratgebers "The Green Book" verriet GALA, dass die Blondine nicht nur "die lustigste Person ist, mit der man seine Zeit verbringen kann. Sie geht zielstrebig ihren Weg und schwätzt nicht nur daher, weil es gerade angesagt ist. Dieser Frau ist es ernst."

Ihre größte Überzeugungskraft: Sie ist locker, nicht verbissen

Ihre größte Überzeugungskraft: Sie ist locker, nicht verbissen

Immer wenn Cameron ihr Anliegen unter die Leute bringen will, würzt sie es mit einer charmanten Prise Selbst­ironie. "Ich bin eine selbstsüchtige Amerikanerin", betont sie augenzwinkernd. Mühsam habe sie versucht, Vegetarierin zu werden. Nach ein paar Monaten sei sie aber "eingebrochen, weil Fleisch so gottverdammt lecker ist". Sympathisch offen. Sie hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie nicht auf einen gewissen Lebensstandard verzichten möchte.

"Wir Menschen kriegen aber gerade heraus, wie wir unseren Lifestyle und das Wohl des Planeten beibehalten können, wenn wir es richtig anstellen. Genau das ist es, was ich möchte", formuliert sie aufmunternd im Vorwort von "The Green Book". "Ich möchte nicht barfuß herumlaufen und meinen Wagen anschieben müssen wie Barney Geröllheimer. Ich will ja nicht zurück in die Steinzeit." Von einem Sabbatjahr auf dem Land träumt sie dagegen seit geraumer Zeit. Statt durch die Welt zu jetten, wolle sie dann "nur an einem Ort bleiben und mein eigenes Essen anbauen und Kühe melken". Eine patente Farmersfrau möchte sie noch werden, eine vorbildliche Urlauberin ist sie schon. Besonders Belize hat es ihr angetan. Das mittelamerikanische Land gilt als eines der kommenden im Ökotourismus. Vor allem in die Chaa Creek Lodge zieht es Cameron und dort in die luftige "Baumhaus-Suite". Und wer sich im Resort zum Beispiel einen frischen Sauerampfer-Saft bestellt, unterstützt beim Bezahlen die ­Rettung des Flusses Macal.

Ob unterwegs oder zu Hause: In kleinen Schritten geht es voran. Die Frau mit dem bezauberndsten Lächeln Hollywoods putzt sich die Zähne mit Ökozahnpasta, verwendet Druckerpapier beidseitig und hat schon vor Jahren scharfe chemische Reinigungsmittel aus dem Haushalt verbannt. Auch im Job sendet sie ihre grüne Strahlung aus. Für den nächsten "Shrek"-Film wünscht sich Cameron, die der Liebsten des Oger ihre Stimme leiht, eine umweltfreundliche Botschaft. "Vielleicht könnte der Sumpf wegen einer Umweltkatastrophe in Gefahr sein", schlug sie vor. "Oder man würde das ideale Königreich ohne CO2-Ausstoß schaffen."

Cameron gab sich während der Beziehung mit Justin Timberlake große Mühe, den Fan schneller Flitzer ein bisschen aufs grüne Klima

Cameron gab sich während der Beziehung mit Justin Timberlake große Mühe, den Fan schneller Flitzer ein bisschen aufs grüne Klima einzustimmen

Aus ihrem Mund klingt so etwas luftig leicht. Wie ihre Tipps zwischen Gemüseregal und Fleischtheke: "Im Supermarkt spreche ich gelegentlich fremde Leute an, um sie auf umweltfreundliches Küchen­papier oder so etwas hinzuweisen." Viele ihrer Freunde und Freundinnen, darunter und , überzeugte sie im Rahmen der MTV-Show "Trippin'", in der Stars als Rucksack­touristen bedrohte Flecken der Erde besuchten. Ein ganz spezieller Freund erwies sich jedoch als harte Nuss: Camerons lang­jähriger Lover .

"Ich habe es noch immer nicht geschafft, den Menschen, der mir am nächsten steht, von seinem Sportwagen abzubringen", klagte sie 2005 im Magazin "InStyle" über den Porschefahrer. Zwei Jahre und eine Trennung später benutzt Natur­kris­tall als Deo und sagt öffentlich Sätze wie: "Der Klimawandel macht mir mehr Angst als der ganze Pop­zirkus." Bloß Floskeln und PR? Keineswegs. Der 26-jährige Megastar hat seine Agentur angewiesen, während der Tourneen den Schadstoff­ausstoß neutral zu halten. Sprich: als Entschädigung für die verpestete Luft Ökoprojekte zu unterstützen. Diaz sei Dank.

Ohnehin schaffte sie es immer wieder, ihre Liebsten zu bekehren. etwa wirbt heute für die Umrüstung der New ­Yorker Taxis auf Hybridtechnik und unterstützt mit die Bewegung "Global Green". Jared Leto und seine Kollegen der Band 30 Seconds to Mars fuhren bei den MTV Video Awards im Biodiesel-Army-Truck vor. Camerons Techtelmechtel mit Criss Angel scheint das einzige mit einem Klimaproblem zu sein. Sicher ist, dass sie auf der ­Suche nach ihrem Mr. Right die Hoffnung hat, einen Seelenverwandten zu finden. Einen, der wie sie weiß, welche Werte wirklich wichtig sind. "Es gibt viel ­bedeutendere Dinge im Leben, als ständig dem Geld hinterherzujagen", sagte sie mal im Gespräch mit GALA. Naturschutz, Nachhaltigkeit, Recycling: Solche sperrigen Begriffe macht sie fühlbar. "Als kleines Mädchen habe ich meiner Großmutter ­dabei zugesehen, wie sie Alufolie und Plastiktüten für die Wiederverwertung gehortet hat. Und wenn ein Paket Brot aufgebraucht war, nutzte sie die Tüte weiter."

Als Kind wolle Cam Zoologin oder Ozeanologin werden. Etwas mit Natur, ­etwas ­Engagiertes. Sie hat sich selbst übertroffen. Heute ist sie eine der best­bezahl­ten Schau­spie­lerinnen der Welt - und die schönste Ökobotschafterin dazu.

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