Céline Dion

Der lange Kampf ums Kind

Sängerin Céline Dion wünscht sich ein zweites Kind. Vier vergebliche Versuche mit künstlicher Befruchtung und eine Fehlgeburt hat die 41-Jährige bereits hinter sich. Ein Schicksal, das sie mit anderen Hollywood-Stars teilt

Céline Dion

Céline Dion

Celine Dion und ihr Ehemann René Angélil geben nicht auf: Ihr neunjähriger Sohn René Charles soll kein Einzelkind bleiben. Im Januar hat die Sängerin erneut mit einer Hormonbehandlung begonnen, um durch künstliche Befruchtung schwanger werden zu können. Es ist der fünfte Versuch in nur sechs Monaten, wie Dion dem "People"-Magazin berichtet.

Die Behandlung erfordert schon im Vorfeld nicht nur Östrogenpflaster, wiederkehrende Bluttests und Ultraschalluntersuchungen, sondern auch tägliche Hormoninjektionen. "Das ist schon eine Menge", räumt die gebürtige Kanadierin ein. Ihre Venen am Arm seien ruiniert, und durch die Hormone breche sie oft ohne Grund in Tränen aus. Ihr erstes Kind, der 2001 geborene René Charles ("R.C."), war durch künstliche Befruchtung mit eingefrorenem Samen ihres damals an Krebs erkrankten Ehemanns gezeugt worden. Damals war Céline allerdings im ersten Anlauf schwanger geworden. Dies sei "extremes Glück" gewesen, erzählt die gebürtige Kanadierin. Ihre Ärzte hätten gesagt, dass es normalerweise vier bis fünf Versuche braucht. Nach dem vierten Fehlversuch im Dezember habe es sich wie ein Ende ihrer Mutterschaft angefühlt, räumt die 41-Jährige ein. Eine Adoption war für Céline und René bislang noch kein Thema. Sie setzen jetzt auf den nächsten Versuch, zu dem René Angélil seine Frau überredete. "Fünf ist meine Glückzahl, diesmal wird es klappen," sagt Céline Dion zuversichtlich. Um sich nicht zu sehr auf die Warterei zu fokussieren, hat die Sängerin jedenfalls auch noch ein neues berufliches Projekt in Angriff genommen: Im März 2010 kehrt sie mit ihrer Live-Show nach Las Vegas zurück. Das Problem des langen, unerfüllten Kinderwunsches teilt die Kanadierin mit etlichen anderen Hollywood-Paaren. Nur wenige sprechen offen über ihren Kampf ums Kind. In-Vitro-Befruchtung wird von immer mehr Hollywood-Paaren genutzt, wenn sich auf natürlichem Wege keine Schwangerschaft einstellt. Auch Leihmutterschaft oder Eispenden sind bei den Stars kein Tabu mehr. Vor allem dann, wenn Altersgründe einer Empfängnis bzw. dem Austragen eines Babys entgegen stehen.

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Courteney Cox-Arquette ("Friends") erlitt mehrere Fehlgeburten, ehe sie 2004 durch die In-Vitro-Methode schwanger wurde und Töchterchen Coco bekam. Sie und ihr Mann David Arquette wollen gerne noch ein Kind. Eine zweite Schwangerschaft wird für die 45-Jährige allerdings immer schwieriger. Dies räumte David vor kurzem in der "Bonnie Hunt"-Show ein: "Es verlangt uns ziemlich viel ab. Also vielleicht adoptieren wir einfach ... Ich mag es ja, es so oft es geht zu probieren! Aber es ist hart, ich bin erschöpft." "Desperate Housewives"-Darstellerin Marcia Cross wurde 2007, mit 44 Jahren, Mutter von Zwillingen. Eden und Savannah sind wie Coco und René Charles das Resultat einer künstlichen Befruchtung. Gegenüber "USA Today" erklärte Marcia damals, sie rate dazu, Kinder so früh wie möglich zu bekommen: "Man sollte sich nicht davon täuschen lassen, dass ältere Frauen Kinder bekommen, denn das ist sehr teuer und erfordert eine Menge Nadeln und Injektionen".

Eine Adoption war auch für "X-Men"-Star Hugh Jackmann und seine Frau Deborra-Lee Furness die letzte Möglichkeit, sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Seit ihrer Hochzeit 1996 hatten sie vergeblich versucht, ein Baby zu bekommen. Nach einigen Fehlgeburten probierte das Schauspieler-Paar die In-Vitro-Befruchtung, ohne Erfolg. 2000 adoptierten sie in den USA Sohn Oscar, fünf Jahre später kam Tochter Ava in die Familie. Dennis Quaid ("The Day After Tomorrow") und seine Frau Kimberly entschieden sich für eine Leihmutter. 2007 kamen ihre Zwillinge Thomas Boone und Zoe Grace zur Welt. "Sex and the City"-Star Sarah Jessica Parker und ihr Mann Matthew Broderick entschieden sich für den gleichen Weg: Ihre Zwillingsmädchen Marion und Tabitha wurden im Juni 2009 von einer Leihmutter zur Welt gebracht.

Karen Diehn

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