Carla Bruni
© Getty Carla Bruni

Bruni + Sarkozy Sie hat sich getraut

Nach der Hochzeit mit Carla Bruni hofft Nicolas Sarkozy auf mehr Sympathie im Volk. Die neue First Lady dagegen soll verzichten lernen

"Wenn mein Mann erschöpft nach Hause kam,

habe ich ihm immer ein ruhiges Familienleben gesichert." So beschrieb Bernadette Chirac ihre Aufgabe an der Seite von Jacques Chirac, dem ehemaligen französischen Staatspräsidenten. Seit Samstag ist Carla Bruni, 39, die Frau des amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy, 53 - und die ganze Welt ist gespannt darauf, wie sie mit der von Bernadette Chirac beschriebenen Rolle der eher devoten First Lady zurechtkommen wird. Im ersten Stock des Élysée-Palasts hatte François Lebel, Bürgermeister des achten Pariser Arrondissements, die Trauungszeremonie geleitet. Sie im schlichten weißen Kleid, er in Anzug und Krawatte. Trauzeuge des Bräutigams: Nicolas Bazire, Manager des Luxuskonzerns LVMH. Carla wählte ihre Kindheitsfreundin Mathilde Agostinelli. Pikanterweise eine frühere Bekannte von Sarkozys Ex-Frau Cécilia, mit der sie sich inzwischen überworfen hat.

Nicolas Sarkozy ist jetzt auch ganz offiziell der Mann an Carla Brunis Seite
© GettyNicolas Sarkozy ist jetzt auch ganz offiziell der Mann an Carla Brunis Seite

Der Präsident hat also Wort gehalten. Kürzlich kündigte er an, zu Staatsbesuchen werde er demnächst "nicht allein" fahren. Nach der Aufregung um nicht Protokollgerechte Auftritte und den umstrittenen Liebes-Urlaub in Ägypten verzichtet das Paar nun jedoch auf Flitterwochen und visiert die nächsten offiziellen Termine an. Und auch Bernadette Chirac meldete sich wieder zu Wort: "Ich richte meine wärmsten Glückwünsche an diese neue Verbindung", ließ sie ausrichten.

Glaubt man Carlas Umfeld, bleiben Zweifel, ob die frischgebackene Ehefrau wirklich zu beglückwünschen ist. Als angespannt und oft den Tränen nah hatten Freunde sie noch wenige Tage vor der Hochzeit beschrieben. Carla stehe unter einem "Höllendruck". Das Problem: Zwar steht eine First Lady immer im Rampenlicht, aber die Show gehört dem ersten Mann im Staate. Gerade Carla, reiche Industriellentochter und Popstar, die starke Auftritte, offene Beziehungen und ebensolche Texte mag, fällt es schwer, eine Nebenrolle im Leben zu übernehmen. Sie sei die "Rolex unter den Frauen", sagte ein Freund Sarkozys. Jetzt fragen sich Beobachter, wie diese Rolex im Politikbetrieb ticken wird. Sicher nicht so wie Bernadette Chirac.

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