Britney Spears
© Getty Britney Spears

Britney Spears Sie tickt einfach anders

Britney Spears Woche im Rückblick: Wer ein Popstar ist wie sie, der muss morgens keine Anrufe entgegen nehmen. Das wurde gerichtlich festgelegt. Aber auch Handynummern und rote Ampeln bereiten der Mutter auf Probe Probleme

Eine aufregende Woche mit guten und schlechten Tagen für Britney Spears. Ihre Anwältin Anne Kiley zeigte vollen Einsatz und hielt den Richtern bei einem von Kevin Federlines Anwälten anberaumten Gerichtstermin vor, sich gar nicht in Miss Spears' Lage versetzen zu können. Die sei schließlich ein gefeierter Popstar und da ticke vieles nun mal anders. Damit bezog sie sich allerdings nur auf die Uhren eines Stars und natürlich nicht auf den Menschen.

Warum die leidenschaftliche Ansprache? Kevins Anwalt Marc Vincent Kaplan sah sich dem Sieg - sprich dem alleinigen Sorgerecht - schon ein gutes Stück näher, als Britney es mal wieder versäumte, vom Gericht verordnete Drogentests zu absolvieren. Genau genommen versäumte sie es acht von insgesamt 14 Malen. Eigentlich sollten die Tests so ablaufen, dass Kevins Anwälte Britney zu einem unbestimmten Zeitpunkt anrufen und diese dann eine Stunde Zeit hat, sich testen zu lassen.

Nun wurde die vom Schicksal gebeutelte Sängerin einige Male gegen acht Uhr morgens angerufen. Allerdings ist das eine Zeit, zu der sich Weltstars noch in der Traumwelten ihres Ruhms befinden und sicherlich nicht zum klingelnden Hörer der Realität greifen können.

Ob man es glaubt oder nicht, das Gericht hatte ein Einsehen mit dem Anliegen von Brits Anwältin und erarbeitet nun einen flexiblen Zeitplan für die 25-Jährige. Erst mal brachen allerdings alle Anwesenden in Gelächter aus.

Auch ein anderes Problem wurde besprochen: Mehrfach war die Sängerin nämlich nicht erreichbar gewesen, da sie ständig ihre Handynummer wechselt. Auch hier liegt ein Problem zugrunde, dass Normalsterbliche nicht kennen. Natürlich muss ein Star oft seine Nummer wechseln, vor allem Britney. Aus unerfindlichen Gründen gelangt die ihre nämlich ständig in falsche Hände. Hierfür wurde folgende Lösung gefunden: Britney muss von nun an sofort das Gericht von ihrer neuen Telefonnummer in Kenntnis setzen. Klingt doch nach einem guten Plan!

Nicht so gut dürfte den Richtern allerdings Britneys letzte Verfehlung gefallen: In der Nacht zum 9. November fuhr die Popqueen auf eine stark befahrene Kreuzung zu. Auf dem Rücksitz ihre Söhne und neben sich den vom Gericht verordnete Eltern-Coach. Britney steuerte mit der einen und bediente mit der anderen Hand ihr Handy (vielleicht wieder eine neue Nummer?). Dummerweise übersah die Sängerin dabei die rote Ampel und setzte schwungvoll drüber. Es ist fraglich, ob sie bei dieser Angelegenheit auch mit ihrem "Popstar-Bonus" punkten kann. Das wird sich am 14. November zeigen, denn Kevin und sein Anwalt reagierten prombt und beraumten eine neue Verhandlung an. Und auch auf den Gerichtstermin am 26. November, bei dem es wieder um das Sorgerecht geht, könnte Britney dieser Fehler zum Verhängnis werden.