Britney Spears, Amy Winehouse
© Wire, Getty Images Britney Spears, Amy Winehouse

Britney Spears + Amy Winehouse Daddy muss es richten

Zwei Väter kämpfen um Leben und Karriere ihrer Töchter. Bei Britney Spears scheint es funktioniert zu haben - bei Amy Winehouse geht das Zittern weiter

Mit leiser Stimme

dankt sie Gott, ihrer Familie, ihren Fans. Dann lächelt sie - nein, sie strahlt. Bei den MTV Video Music Awards im September in Los Angeles war unübersehbar, dass Britney zurück zu ihrem Leben gefunden hat. Dank Papa Spears.

Anfang des Jahres sah es noch finster für die 27-jährige Pop-Prinzessin aus. Das Sorgerecht für ihre zwei Söhne hatte Ex-Gatte Kevin Federline zugesprochen bekommen. Nach einem Nervenzusammenbruch wurde Britney gegen ihren Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Ein kalifornisches Gericht setzte umgehend Vater James Spears, 56, als Vormund ein. Der Bauunternehmer, selbst ein ehemaliger Alkoholiker, erhielt auf unbestimmte Zeit die Kontrolle über Britneys geschäftliche und persönliche Angelegenheiten. Er griff hart durch: regelmäßige Therapeuten-Besuche, Diäten, Tanz-Training, Drogentests, Ausgangssperre. Die rigorosen Maßnahmen wirkten. Die Sängerin zeigte sich in den vergangenen Wochen wieder als verantwortungsvolle Mutter, und auch die Karriere läuft wieder. "Mein Vater hat mir das Leben gerettet", sagte Britney im September, "es gäbe mich wohl nicht mehr, wenn er nicht für mich dagewesen wäre."

Sätze, von denen Mitch Winehouse träumt. Der Ex-Taxifahrer versucht, ähnlich wie Britneys Vater, seine Tochter Amy, 25, vor dem Abgrund zu retten. Bisher ohne Erfolg. Drogenexzesse, ein unheilbares Lungenemphysem, die hässliche Trennung von Blake Fielder-Civil - die Horrormeldungen um Amy reißen nicht ab. Winehouse möchte seine Tochter in eine geschlossene Klinik einweisen lassen, aber ohne gerichtliche Verfügung sind ihm die Hände gebunden. Im Juni appellierte er in einem Interview an Londons Drogendealer, seine Tochter in Ruhe zu lassen - der Hilferuf eines verzweifelten Vaters, der natürlich nichts bewirkte. Die erfolglosen Rettungsversuche setzten ihm so zu, dass der 57-Jährige im Juli einen stressbedingten Kollaps erlitt. Der Arzt legte ihm eine Auszeit nahe, wenn er nicht seine eigene Gesundheit riskieren wolle. Amy war am Boden zerstört und versprach ihrem Vater, er brauche sich keine Sorgen mehr machen. Ein frommer Wunsch für 2009.