Billy Ray Cyrus

Der Schein-Heilige

Billy Ray Cyrus gibt gern den Superdad. Doch sein Sohn Christopher, den er bislang verschwiegen hatte, bringt dieses Bild ins Wanken

Miley und Billy Ray Cyrus

Miley und Billy Ray Cyrus

Selbstverständlich ist er gläubig. Sehr sogar.

Der Katholik betet mehrmals täglich, allein oder gemeinsam mit seinen Kindern, zu denen auch Teenie-Star zählt. Der Countrysänger inszeniert sich gern als netter ruhiger Typ von nebenan; als perfekter Übervater, für den die Familie an erster Stelle steht. Und für den die christlichen Werte noch etwas zählen.

Umso peinlicher ist es für den gottesfürchtigen 47-Jährigen, dass sich jetzt ein Teenager namens Christopher Cyrus zu Wort gemeldet hat. Der wohnt im texanischen Forth Worth, ist 17 Jahre alt und auf seinen Erzeuger - also - gar nicht gut zu sprechen: "Daddy interessiert sich eigentlich kaum für mich", verriet er dem "Daily Mirror". Nicht mal an seinem Geburtstag am 8. April: Anruf, Postkarte oder gar ein Geschenk? Wieder Fehlanzeige! Und als er Papa 2008 eine längere Weihnachts-SMS schickte, bekam Christopher erst Anfang Januar eine lapidare Antwort: "Hey Junge, lange nichts von dir gehört. Wo hast du dich rumgetrieben?"

Zwar zahlt Multimillionär Cyrus für seinen Sprössling Unterhalt; das Geld reicht aber vorn und hinten nicht, weshalb der Highschool-Schüler für umgerechnet fünfeinhalb Euro die Stunde in einem Elekronikgeschäft jobben muss.

Auch Christophers Mutter Kristin Luckey bekommt ziemlich schnell schlechte Laune, wenn sie über ihren Ex spricht. Der beendete die Beziehung 1992, kurz nach Christophers Geburt, nämlich auf denkbar uncharmante Weise. "Billy erzählte in einer TV-Show, dass er Vater eines Jungen geworden - und ein weiteres Baby bereits auf dem Weg sei", sagt die 39-Jährige. "So erfuhr ich von seiner neuen Freundin Tish und davon, dass sie mit Miley schwanger war. Sie können sich vorstellen, dass mir da die Kinnlade herunterfiel!"

Klar können wir. Und man fragt sich angesichts dieser pikanten Details, wie Cyrus (der Miley ursprünglich den Namen Destiny Hope gab, "weil es ihr Schicksal ist, der Welt Hoffnung zu bringen") das mit seiner so penetrant nach außen getragenen Frömmigkeit und Gottesfurcht vereinbart.

Christopher Cyrus selbst ist trotz allem erstaunlich locker geblieben und wünscht sich derzeit eigentlich nur eins: mehr Kontakt zu seinem Dad und seinen fünf Halb- und Stiefgeschwistern. Seine Halbschwester Miley hat er in den vergangenen zehn Jahren nur ein paar Mal getroffen. Und das, obwohl sie anlässlich der ""-Kinopremiere immer wieder betonte, dass die eigene Familie für sie "das Allerwichtigste im Leben" sei. Da wirkt es recht merkwürdig, dass sie Christopher bis heute nie öffentlich erwähnt hat.

Stattdessen zitiert die 16-Jährige in Interviews lieber ungefragt Bibelverse aus dem Neuen Testament und gibt zur Freude aller wertkonservativen US-Amerikaner das Biedermädchen: "Ich nehme die Jungfräulichkeit mit in die Ehe. Ich wurde in einer christlichen Familie erzogen." Da hat Papa ganze Arbeit geleistet. Amen.

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