Beyoncé Knowles Der Trend geht zur Zweitpersönlichkeit

Achtung, Stars und ihre Spleens: Hat "Bee" ein Mikro in der Hand, dann ist sie eigenlich Sasha. Auch Madonna und Robbie wären gern mal jemand anders

Beyoncé Knowles hält sich für eine andere Person, wenn sie auf der Bühne steht. Und nennt sich dann im Geiste Sasha. Die sei ganz anders als die Sängerin, eine echte Popdiva eben. Ein Fall für die Psychologencouch ist der R'n'B-Star aber nicht: Im wahren Leben eher schüchtern, stellt sie sich einfach vor, jemand anders zu sein, um aus sich heraus zu kommen. Jetzt wird also klar, wie Beyoncé von sich sagen kann, sie sei privat ein zurückhaltendes Mauerblümchen - und in ihren Shows und Videoclips fegt sie dann wild und sexy über die Bühne. Vor Beyoncé hatten schon andere Stars einen Hang zur Trennung zwischen Privatperson und Starpersönlichkeit: Greta Garbo und auch Marlene Dietrich sprachen beide von sich in der dritten Person als "die Garbo" und "die Dietrich", wenn es um Film- oder Bühnenauftritte ging.

Auch heute hegt so mancher Star diesen Spleen, etwa Madonna mit ihrem Vorhaben, sich nur noch Esther nennen zu lassen - und Esther zu sein, was immer das auch hieß. Und Robbie Williams hatte letztens scheinbar von sich selbst als Überstar genug und kündigte an, ein Dance-Album unter dem Pseudonym Pure Francis auf den Markt zu bringen. Beide heißen aber noch Madonna und Robbie, so wird sich auch Miss Knowles wohl nicht umtaufen lassen. Und obwohl die schüchterne Beyoncé und die forsche Sasha sich einen Körper teilen, heißt das übrigens noch lange nicht, dass sie sich sympathisch sind: "Ich würde Sasha im wahren Leben nicht mögen. Sie ist zu aggressiv, zu eigenwillig, zu frech und zu sexy. Ich bin nicht so flirty und selbstsicher, wir sind total verschieden", verriet "Erstpersönlichkeit" Beyoncé.