beatrice egli
© Bayerischer Rundfunk/ DEF Media/313tv/Ralf Wilschewski Beatrice Egli

Beatrice Egli "Ich lebe meinen Traum"

Beatrice Egli ist nicht nur eine erfolgreiche Sängerin, sie moderiert auch eine Samstagabendshow: "Die große Show der Träume". Im Interiew mit GALA erzählt sie, warum ihr die Sendung so am Herzen liegt, spricht über Zukunftspläne und plaudert über manch privates Detail

Beatrice Egli ist auf Erfolgskurs: Kürzlich brachte sie ihr viertes Studioalbum "Kick im Augenblick" heraus und moderiert seit letztem Sommer ihre eigene Samstagabendsendung. Im Interview mit GALA spricht sie über ihr neues Album, "Die große Show der Träume" (4. Juni, 20:15 Uhr, ARD), verrät, dass sie sich Tipps bei Helene Fischer holt und was sie in Zukunft geplant hat.

Die "Große Show der Träume" geht in die zweite Runde. Würden Sie das Konzept bitte noch einmal kurz erklären?

"Die große Show der Träume" ist ein Konzept, das mir sehr wichtig war, weil ich selber meinen Traum lebe und weiß, dass man die große Bühne braucht, um den Sprung zu schaffen, damit man auch wirklich seinen Traum leben kann. Ich hatte das Glück, dank eines großen Formats – DSDS – und ich glaube, es gibt nicht genug große Bühnen, um Träume wahr werden zu lassen. In meiner Show werden Träume wahr, denn das Motto ist eigentlich "Meine Show wird zu deiner Show" und jeder, der Talent hat, wird überrascht und darf auf meine Bühne und am vierten Juni um 20.15 Uhr in der ARD einem Millionenpublikum zeigen, was er kann. Dadurch öffnen sich immer weitere Türen und es ist der Beginn, den Traum zu leben.

Was ist denn aus den Teilnehmern vom letzten Jahr geworden?

Alle sind ihren Weg weiter gegangen. Ein Akrobat zum Beispiel ist jetzt in der ganzen Welt unterwegs und hat weitere Formate durch meine Show bekommen. Meistens braucht es ja nur eine kleine Hilfe und wenn das Talent da ist, dann geht der Weg von alleine und es öffnen sich immer weitere Türen. Aber erstmal muss eben der Moment gekommen sein, um sich einem großen Publikum zu präsentieren und das passiert in "Der großen Show der Träume" auf jeden Fall.

Auf welche Acts dürfen sich die Zuschauer in diesem Jahr freuen?

Es ist wieder buntgemischt. Natürlich Schlager, es sind aber auch Pop-Acts mit dabei und es wird auf jeden Fall eine Musiksendung, denn ich selber bin ja auch Musikerin. Im Fokus stehen die Träume, die wahr werden sollen und daher gibt es von klein bis groß ganz schöne Überraschungen und Tränen, die vor Freude fließen. Das finde ich generell immer am Schönsten.

In der letzten Sendung waren auch viele prominente Gäste wie zum Beispiel Andreas Gabalier dabei – wer unterstützt Sie denn diesmal?

Es gibt auch dieses Jahr wieder tolle Gäste, so viel darf ich verraten. Am Besten selber einschalten und überraschen lassen.

Welche Erwartungen haben Sie ganz persönlich an die Show?

Mein Wunsch ist, dass es handwerklich eine gute Show wird. Es muss gut aufgebaut werden und wenn das Produkt gut ist, stimmt alles. Es ist toll, dass Prominente, die schon lange im Geschäft sind, neben ganz neuen Künstlern stehen.

Wie bereiten Sie sich auf die Sendung vor?

Das Schöne ist, dass ich jeden kennenlerne, der in meine Sendung kommt. Das sind dann nicht nur drei Minuten, sondern ein tolles Gespräch. Meine Vorbereitung liegt also im Treffen und Austausch mit allen.

Haben Sie sich Tipps von Helene Fischer geholt, mit der Sie ja schon gemeinsam auf der Bühne standen und die auch große Shows moderiert?

Ja, Helene, Andrea Berg und auch Carmen Nebel, deren Sendungen ja wahnsinnig hohe Quoten haben, habe ich schon gefragt. Man spricht drüber und man fragt und tauscht sich automatisch auch. Gerade auch darüber, wie ich meine Nervosität in den Griff kriegen kann. Die Kolleginnen verstehen meine Aufregung sehr gut. Carmen gab mir den Tipp: Sei du selbst, so kannst du nur gewinnen. Das versuche ich aber generell in meinem Leben. Ich bin sehr offen, heiße alle willkommen.

Wie gehen Sie mit Kritik um?

Ich finde Kritik ist ganz wichtig. Kritik im guten Sinne bringt dich immer weiter. Wenn es nur Lob gäbe, würde ich wahrscheinlich stehen bleiben und ich bin mit mir selber ohnehin sehr kritisch. Es bringt mich weiter und solange das Produkt gut ist, lernt man dann auch dazu und überlegt sich etwas Neues. Ich habe aus der letzten Show-Kritik auch gelernt und jetzt wird es noch spannender für die Leute. In der zweiten Show merkt man schon, dass sich etwas verändert hat. Aber nicht nur bei mir, sondern auch im Team, bei denen, die daran arbeiten.

2014 erschien Ihr letztes Album, jetzt gibt es bald ein neues. Wie viel Beatrice steckt da drin?

"Kick im Augenblick" ist tausend Prozent Beatrice. ich habe selber wieder mitgeschrieben und mitproduziert. Es ist für mich ein Album, das mir wirklich auch den Kick gibt. Als ich die Lieder geschrieben und ausgesucht habe, habe ich sehr darauf geachtet, dass sie mir Kraft geben. Ich ziehe ja auch meine Energie aus meiner neuen Musik für dieses intensive und hochspannende Jahr. Wenn ich diese Musik höre, gibt mir das so eine Leichtigkeit. Die Leute fragen oft, wie ich es schaffe, immer so gut drauf zu sein. Ganz einfach. Ich mache ein Album, das mich so gut gelaunt macht. Und dieses Album ist einfach Beatrice und ich kann mit gutem Gefühl sagen: Achtung, Ansteckungsgefahr.

Sie gehen jetzt auch auf Tour – was dürfen sich Ihre Fans davon erhoffen?

Die Tour ist das Highlight überhaupt. Man erlebt mich zwei Stunden lang live mit Tänzern, mit Band. Es wird eine riesen Show. Das Album live gespielt mit Gitarren und Schlagzeugen bekommt dann so einen Schmutz. Dann erlebt man die Musik und wird gekickt. Die meisten Menschen denken sie kennen mich, aber wer noch nie auf einem Tour-Konzert von, der kennt mich nicht. Erst da blühe ich richtig auf und tobe mich aus wie sonst nirgendwo. Das muss man erlebt haben.

Wie würden Sie sich denn selber beschreiben?

Ich bin ein absoluter Wirbelwind, ich bin ein positiver Mensch. Ich kann aber auch sehr, sehr ruhig und melancholisch sein und auch mal die stillen Momente genießen. Musikalisch gibt es auch Balladen, die absolut zu mir gehören. Ich glaube, wo man laut ist, muss man auch mal leise sein; wo Energie ist, braucht es auch mal die Stille. Und so bin ich auch als Person: voller Power, aber ich ziehe mich auch gerne mal zurück und mache die Tür zu und will allein sein. Und ich bin ein Mensch, der gerne und sehr offen auf andere zugeht. Musikalisch bin ich die Schlagersänger, aber das geht ja auch in viele Richtungen.

Die Tour geht bis Ende des Jahres. Legen Sie danach eine kleine Pause ein?

Es ist auf jeden Fall ein intensives Jahr und ich kann mir gut vorstellen, dass ich mich um Weihnachten auf eine stille Zeit freue. Bis dahin bin ich energiegeladen. Ich hatte dieses Jahr im Januar eine Pause und deswegen denke ich noch nicht an die nächste. Pause brauche ich gerade überhaupt nicht, ich bin bereit für alles.

Was steht dann in 2017 an?

Es gibt schon ein paar Pläne, aber momentan bin ich froh, wenn ich das alles schaffe in 2016. Ich schaue nicht weit voraus, sondern konzentriere mich auf das Jetzt. Momentan ist das "Die große Show der Träume" und mein Album "Kick im Augenblick". Dann kommt die Tour, dann irgendwann Weihnachten – aber noch fühlt sich das weit weg an.

Wie vereinbaren Sie das alles mit Ihrem Privatleben?

Privatleben, was ist das? Nein, Quatsch. Aber es ist nicht viel Zeit dafür. Das Schöne daran ist aber, dass ich die Zeit zu Hause mit Freunden und Familie sehr genieße und ganz anders schätze. Ich bin seit 15 Monaten Tante und sehr glücklich und so ein kleiner Rafael kann die Welt – wenn‘s auch nur für fünf Minuten ist – komplett verändern. Und das ist schön und das brauche ich auch. Das Heimkommen tut sehr, sehr gut und braucht’s manchmal auch. Aber ich kann zum Glück sagen, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe und das ist ja ein Geschenk.

Wie sieht ein typischer Day-off bei Ihnen aus?

Ich will dann möglichst schnell nach Hause, die Koffer in die Wohnung stellen und dann gehe ich ganz schnell zu meinem Neffen und meiner Familie. Dann will ich auch noch Freunde und Bekannte sehen und am Liebsten alle gleichzeitig, auch wenn es nur ganz wenige Stunde sind. Meistens heißt es dann aber auch schon wieder Koffer aus- und neu packen. Manchmal lasse ich sie aber auch einfach stehen, weil ich dann doch länger mit der Familie zusammenbleiben will. Aber einen typischen freien Tag gibt es nicht, denn ich schlafe oft schon im Auto, weil ich so müde und erschöpft bin.