Bayerischer Filmpreis Ein Heimatfilm als Überraschungshit

"Wer früher stirbt, ist länger tot" und "Vier Minuten" sind die Abräumer des Bayerischen Filmpreises. Zum Publikumsliebling wurde die Fußball-Dokumentation "Deutschland. Ein Sommermärchen" gewählt

Am vergangenen Wochenende wurde in München der Bayerische Filmpreis verliehen. "Wer früher stirbt, ist länger tot" wurde zum besten Film des Jahres gekürt. Die hintergründige Sommerkomödie von Markus H. Rosenmüller erhielt nicht nur den mit 200.000 Euro dotierten Produzentenpreis, sondern auch den Nachwuchsregiepreis. Ein weiterer Gewinner des Abends war das Drama "Vier Minuten" mit insgesamt vier Auszeichnungen. Darunter die Trophäe für Monica Bleibtreu als beste Hauptdarstellerin und Hannah Herzsprung als beste Nachwuchsdarstellerin.

Der diesjährige Ehrenpreis ging an den Schauspieler, Autor und Regisseur Michael Verhoeven für dessen Lebenswerk. "Verhoeven verbindet wie kein anderer politischen Anspruch, höchste künstlerische Qualität und großes Ansehen beim Publikum", lobte Laudator Edmund Stoiber den Gewinner. In fast 40 Jahren habe Verhoeven ein Werk geschaffen, dass seinesgleichen suche.

Den Preis für die beste Regie erhielt Tom Tykwer für den Historienfilm "Das Parfum", der auch die Trophäe für die beste Ausstattung erhielt. Als bester männlicher Hauptdarsteller wurde Jürgen Vogel für seine Rolle als Autoverkäufer Max im Drama "Emmas Glück" geehrt. Der Publikumspreis konnte Sönke Wortmann für den Dokumentarfilm "Deutschland. Ein Sommermärchen" entgegennehmen. Die Zuschauer des Bayerischen Rundfunks, die Hörer von Radio Bayern 3 und die Leser der Münchner "Abendzeitung" hatten die WM-Dokumentation aus den fünf erfolgreichsten deutschen Kinofilmen des vergangenen Jahres ausgewählt.