Barack Obama Freud und Leid

Kurz vor dem vermutlich wichtigsten Tag seines Lebens ist Barack Obamas Oma gestorben. Die 86-Jährige erlag gestern einem Krebsleiden. Sie wird nicht mehr erleben, ob ihr Enkel heute zum ersten farbigen Präsidenten Amerikas gewählt wird

Wie nahe Freud und Leid bei einander liegen können, muss Barack Obama in diesen Tagen schmerzlich erfahren. Gestern erlag seine Oma Madelyn Dunham einem langen Krebsleiden.

Zu der 86-Jährigen hatte der amerikanische Präsidentschaftskandidat eine besonders enge Bindung, da sie für ihn in Kindertagen zeitweise auch die Mutterrolle übernahm. In einer offiziellen Mitteilung erklärte Obama: "Sie war diejenige, die uns ermutigt und und erlaubt hat, Wagnisse einzugehen." Die Großmutter sei der Grundpfeiler der Familie gewesen.

Doch zum Trauern bleibt dem Senator von Illinois vorerst keine Zeit. Der 47-Jährige steht vor dem vermutlich größten Moment seines Lebens: Die heutigen Präsidentschaftswahlen in den USA könnten ihn zum ersten farbigen Präsidenten in der Geschichte Amerikas machen.

Das erste Ergebnis aus einem der zwei Wahllokale im Nordosten des Landes, die bereits um Mitternacht Ortszeit ihre Pforten öffneten, wurde in Dixville Notch (New Hampshire) bekanntgegeben: 15 Stimmen bekam Obama dort, 6 gab es für McCain. Obama hat damit in diesem Dorf die 40-jährige Vorherrschaft der Republikaner gebrochen.

gsc