Barack Obama
© Getty Images Barack Obama

Barack Obama Angst vor Attentat

Barack Obama, Kandidat für die US-Präsidentschaft, sollte Opfer eines Attentats werden. Diese Meldung schreckte US-Medien auf, entpuppte sich im Nachhinein jedoch als deutlich harmloser

Zwei Rechtsradikale haben einen Anschlag auf den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama geplant, der von amerikanischen Behörden vereitelt wurde. Diese Meldung der Nachrichtenagentur AP sorgte kurzzeitig für Wirbel, auch wenn sich wenig später herausstellte, dass die Pläne der beiden Neonazis schon in einem frühen Stadium scheiterten.

Daniel C. und Paul S. lernten sich über das Internet kennen. Die 20 und 18 Jahre alten Männer planten laut "stern.de" einen Waffenladen zu überfallen, in einer Schule 88 farbige Schüler zu erschießen und weitere 14 zu enthaupten. Danach wollten sie Barack Obama töten. Sie seien davon ausgegangen, bei ihrem Vorhaben selbst ums Leben zu kommen: "Sie erklärten, das sei ihr letzter, finaler Akt, dass sie versuchen würden, Senator Obama zu töten", sagte Ermittler Jim Cavanaugh.

Die Zahlen 88 und 14 sind in rechtsradikalen Kreisen von großer Bedeutung. 8 bezieht sich auf den achten Buchstaben im Alphabet "H", 88 steht demnacht für "HH" - "Heil Hitler". 14 Worte hat ein bekannter Slogan von David Eden Lane, einem US-amerikanischen Faschisten.

Die Behörden nehmen die Anschlagsgefahr auf den Präsidentschaftskandidaten allerdings grundsätzlich "sehr ernst". Schon im Juli, vor dem Wahlparteitag der Demokraten in Denver, verhaftete die Polizei drei Männer, die Gewehre besessen und Drohungen gegen den Politiker ausgestoßen haben sollen. So kurz vor den Wahlen am 4. November sind die Nerven der Nation nun noch angespannter.

Die beiden jungen Männer aus Tennessee befinden sich nun seit vergangenem Mittwoch in Untersuchungshaft. Bei ihrer Verhaftung wurde ein Gewehr, eine abgesägte Schrotflinte und drei Pistolen gefunden. Ihnen wird der Besitz unregistrierter Waffen, Verschwörung zum Diebstahl von Feuerwaffen und die Bedrohung eines Präsidentschaftskandidaten vorgeworfen.

cqu