Audrey Hepburn
© Action Press Audrey Hepburn

Audrey Hepburn Sie fand sich selbst nicht schön

Audrey Hepburns jüngster Sohn sprach in einem Interview mit der Zeitschrift "Vanity Fair" über seine Mutter Audrey Hepburn. Er erzählte auch von ihren Zweifeln

Luca Dotti, der jüngste Sohn der Schauspiellegende Audrey Hepburn, erzählte in einem Interview mit der Zeitschrift "Vanity Fair", dass seine Mutter sich nicht unbedingt für schön hielt. Er stellte sein neues Buch "Audrey in Rome" vor. In dem Buch werden über 2500 Fotografien der Schauspielerin aus der Zeit, in der sie in Rom lebte, zu sehen sein. Einige von ihnen wurden noch nie zuvor veröffentlicht.

"Sie dachte, sie hätte eine große Nase und große Füße und dass sie zu dünn sei und nicht genügend Oberweite habe", sagte Dotti über seine Mutter. "Sie schaute in den Spiegel und sagte: 'Ich verstehe nicht, warum die Leute mich für schön halten.'"

Luca Dotti ist der gemeinsame Sohn von Audrey Hepburn und ihrem zweitem Mann, dem italienischen Psychiater Andrea Dotti. Er selbst schwärmt davon, dass seine Mutter selbst auf unbemerkt aufgenommenen Fotos perfekt aussehe. "Sie lebte kein zurückgezogenes Leben oder hinter Gittern. Sie wollte erkannt werden. Sie war ein Teil der Stadt. Ein Großteil der Fotos sind auf den Straßen entstanden."

Über Audreys unverkennbaren Stil, zu dem Schals und große Sonnenbrillen gehörten, meint Dotti, dass sie wie jede Frau einige Sonnenbrillen und Schals besessen habe: "Es war eine gute Möglichkeit, sich ein wenig zu verhüllen. Gelegentlich konnte sie sogar einkaufen gehen, ohne dass ihr eine Menschenmenge folgte."

Mit zunehmendem Alter wunderte sich die "Frühstück bei Tiffany"-Darstellerin immer mehr darüber, was Frauen auf sich nahmen, um jünger auszusehen, so Dotti. "Sie war eigentlich ganz glücklich darüber, älter zu werden, denn das bedeutete mehr Zeit für sich selbst und mehr Zeit für die Familie." Es habe sie von Hollywoods Jugend- und Schönheitswahn befreit.

Audrey Hepburn: Cover der Maiausgabe 2013 der US-Zeitschrift "Vanity Fair" zum Todestag von Audrey Hepburn
© PR/ Vanity FairCover der Maiausgabe 2013 der US-Zeitschrift "Vanity Fair" zum Todestag von Audrey Hepburn

Das Audrey Hepburn sich selbst für nicht schön hielt, ist schwer zu glauben, schließlich gilt sie vielen immer noch als der Inbegriff von Schönheit. In Filmen wie "Frühstück bei Tiffany" oder "My Fair Lady" verdrehte sie schon damals vielen Männern den Kopf. Auch heute ist sie noch immer Vorbild für viele Modetrends. Die Szene, in der Audrey Hepburn als "Holly Golightly" in "Frühstück für Tiffany" morgens, mit Kaffee und Croissaint, die "Fifth Avenue" entlang geht, machte das "kleine Schwarze" zum absoluten Hit - bis heute.

1993 starb die Ikone an Darmkrebs und ist jetzt, an ihrem 20. Todestag, auf dem Cover der Maiausgabe der " Vanity Fair " zu sehen. Der Bildband ihres Sohnes Luca Dotti wird am 16. April veröffentlicht.

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