Ashton Kutcher
© WireImage.com Ashton Kutcher

Ashton Kutcher "Star" versus Star

Superscoop oder verzweifelte Aktion? Das "Star"-Magazin hat für seine Titelgeschichte eine Geliebte von Ashton Kutcher zum Plaudern gebracht. Erst kürzlich wollte das Blatt einen Augenzeugen gefunden haben, der Ashton Kutcher beim Fremdknutschen erwischt hat

Hat Ashton Kutcher seine Frau Demi Moore tatsächlich betrogen - und das gleich zwei Mal? Diese Frage beantwortet das "Star"-Magazin mit Ja, schreit es quasi in die Welt hinaus. In seiner aktuellen Ausgabe berichtet das amerikanische Klatschblatt nämlich erneut über eine angebliche Geliebte des Hollywood-Stars. Die zweite.

Eine 21-jährige Brünette behauptet, dass sie Ashton im Juli auf einer Bowlingbahn in Los Angeles getroffen habe. Ashton soll dort gemeinsam mit Demi, seiner Stieftochter Rumer und ein paar Freunden verabredet gewesen sein. Irgendwann habe die angebliche Geliebte dem Schauspieler einen Zettel mit ihrer Telefonnummer zugesteckt.

Wenige Tage später sollen sich die beiden dann getroffen und die Nacht gemeinsam verbracht haben - und das im Wohnzimmer des Hauses, das Ashton und Demi zusammen bewohnen. Kutchers angebliche Geliebte schwärmt von ihrem Liebesspiel mit dem Hollywood-Star: "Ich fühlte mich total wohl in seinen Armen. Es war zärtlich und nett und kein beiläufiger Sex-Akt", sagt die 21-Jährige.

Bereits einige Wochen zuvor wurde über einen angeblichen Seitensprung von Ashton Kutcher berichtet. Vom "Star"-Magazin. Das will einen Augenzeugen gefunden haben, der den Schauspieler beim Knutschen mit einer jüngeren Frau ganz öffentlich in einem Restaurant, gleich neben den Toiletten, gesehen haben soll. Daraufhin sprach die 21-Jährige Angeblich-Affäre, Brittney Jones, mit dem Magazin. Sie offenbarte, dass Kutscher "ein bißchen nervös" gewesen sein soll, als er sie geküsst hat. Aber dann began er langsam sie auszuziehen. "Er ist ein toller Liebhaber, sehr rücksichtsvoll und süß und es war etwas sehr Besonderes für mich", so die Brittney Jones aus der Geschichte.

Ashton Kutcher äußerte sich zu den Fremdgeh-Gerüchten damals auf Twitter und schrieb: "Ich glaube, dass das "Star"-Magazin mich einen Betrüger nennt, kann man als üble Nachrede bezeichnen. Ich hoffe, mein Anwalt kann das bestätigen. Ihr könnt euch nicht auf die Pressefreiheit berufen, wenn ihr Geschichten erfindet." Ein typischer Schachzug für Kutcher - gerade über das Medium Twitter treten sowohl er als auch seine Frau sehr intensiv in Kontakt mit der Öffentlichkeit und haben sich eine beachtliche Fanschar und Marktmacht gesichert.

Mit seiner Twitter-Drohung, das amerikanische Klatschblatt wegen verleumderischer Berichterstattung zu verklagen, hat Ashton bisher allerdings nicht wahr gemacht.

Offenbar nutzt das Magazin dieses Zeichen von Schwäche oder purem Promi-Achselzucken, um nochmal nachzulegen. Die Brünette hat es mit ihrer Geschichte sogar - mit Foto - auf das Cover der aktuellen Ausgabe des "Star"-Magazins geschafft. Eine Provokation, zu der Kutcher und Moore sich bisher noch nicht öffentlich geäußert haben. Ein Anwalt des Paares, Marty Singer, kommentierte gegenüber dem Konkurrenzblatt "Us Weekly" jedoch: "'Star Magazine' veröffentlicht doch dauernd Lügen über Ashton Kutcher und viele andere Stars. Dies ist nicht das erste und wird auch nicht das letzte Mal sein, dass sie sich so fahrlässig verhalten." Klingt nach: Stillhalten und hoffen, dass kein anderer anbeißt.

Die amerikanische Klatschblogszene war sich nach Erscheinen der Titelgeschichte immerhin recht einig: Geglaubt wird die Geschichte nicht. Was kann "Star" also zu dieser zweiten Story bewegen: Auflagengier? Das Wissen, dass sie schon die erste Geschichte Geld kosten wird? Der Wunsch, das Thema dann wirklich auszureizen? Eine Fehde mit dem Hollywood-Paar? Oder doch echte journalistische Ermittlungsarbeit?

Ashton Kutcher und die 15 Jahre ältere Demi Moore haben im September 2005 geheiratet. Seit Beginn ihrer Beziehung muss das Hollywood-Paar gegen Vorurteile wegen ihres großen Altersunterschiedes kämpfen. Derzeit wieder besonders stark.

Kira Maresch, Mitarbeit: Claudia Fudeus