Arnold Schwarzenegger
© Getty Images Arnold Schwarzenegger

Arnold Schwarzenegger Hasta la vista, Prop 8

Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger macht Homosexuellen Hoffnung: Proposition 8 könnte vom Supreme Court gekippt werden

Wer hätte gedacht, dass sich Gouverneur Arnold Schwarzenegger im Kampf gegen Proposition 8 für die Rechte der Homosexuellen in seinem Staat Kalifornien einsetzt? Doch genauso ist es jetzt geschehen: In einem Interview äußerte er erstmals die Hoffnung, dass der Supreme Court die Entscheidung der Proposition-8-Wahl wieder kippen könnte.

Gegenüber dem US-Fernsehsender CNN prophezeite Schwarzenegger sogar, dass die 18.000 bereits verheirateten Schwulen und Lesben sich nicht zu sorgen bräuchten, dass ihre Ehen durch die Initiative wieder annulliert würden. "Es ist sehr bedauerlich, offenbar - aber es ist nicht das Ende", fuhr Arnie fort. "Ich denke, dass die gleichgeschlechtliche Ehe vielleicht noch einmal abgeschafft werden wird, wenn der Supreme Court das so entscheidet. Aber von diesem Punkt bewegen wir uns dann wieder vorwärts und landen schließlich doch hier."

Eigentlich dachte man immer, der in Österreich geborene Gouverneur und Schauspieler gehöre eher der konservsativen Seite an. Doch nachdem sich in den vergangenen Jahren bereits Hollywood-Größen wie Brad Pitt für die Hochzeit zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren eingesetzt haben, zeigt auch der "Terminator" plötzlich ein Herz für die Homosexuellen in seinem Bundesstaat. Vielleicht weicht Arnold Schwarzenegger jetzt aber auch nur dem politischen Druck, der entstand, als die lesbische Songwriterin Melissa Etheridge ihrem Ärger in der vergangenen Woche Luft machte, indem sie sagte, dass sie sich durch Proposition 8 als Bürger zweiter Klasse fühle und deshalb auch nicht mehr bereit sei Steuern zu zahlen.

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