Susan Sarandon
© Getty Susan Sarandon

Anti-Kriegs-Demo Ihr Einsatz bitte

Zehntausende Irakkrieg-Gegner demonstrierten in Washington gegen die Politik des amerikanischen Präsidenten. Unter ihnen waren auch die Schauspielerinnen Jane Fonda und Susan Sarandon. Nicht zum ersten Mal setzen sich Prominente für politische und soziale Belange ein

Am vergangenen Wochenende demonstrierten in der amerikanischen Hauptstadt Washington zehntausende Irakkrieg-Gegner gegen den Kurs von Präsident George W. Bush. Auf Plakaten und mit Sprechchören forderte die Menschenmasse einen sofortigen Truppenabzug aus der Region. Bush hatte vorher angekündigt, zusätzlich 21.500 Soldaten im Krisengebiet zu stationieren.

Filmreife Unterstützung

Die größte Protestkundgebung seit Beginn des Irak-Krieges erhielt prominente Unterstützung. Die Vereinigung "United for Peace and Justice", ein Dachverband von mehr als 1.400 Gruppen, lockte einige Stars an, die gegen die Truppenentsendung skandierten. Neben dem bekannten Bürgerrechtler Jesse Jackson sprachen auch die Schauspieler Jane Fonda, Susan Sarandon und Tim Robbins auf der Kundgebung.

Für Jane Fonda war dies nicht der erste Einsatz für Frieden. Bereits in den Siebzigerjahren engagierte sich die 69-Jährige gegen den Vietnamkrieg. Sie besuchte den Norden des Landes und ließ sich auf einer Flugabwehrrakete abbilden. Diese Aktion brachte ihr den Beinamen "Hanoi-Jane" ein.

Das Helfersyndrom

Viele Stars versuchen mit Hilfe ihres Bekanntheitsgrads politischen und sozialen Einfluss zu nehmen. Die effektivste Möglichkeit ist eine politische Karriere. Beispiele für diesen eher beschwerlichen Weg sind der Schauspieler und US-Gouverneur Arnold Schwarzenegger oder die griechische Sängerin und Stadträtin Vicky Leandros.

Andere Möglichkeiten bietet der Charity-Bereich. Eine Tennisstunde mit Boris Becker oder die abgetragenen Bühnenoutfits von Cher - kaum ein Gegenstand, der nicht unter den Hammer kommt. Die Erlöse werden meist für gute Zwecke verwendet. Obdachlose und Drogenabhängige, Aids- und Krebskranke sowie Flut- und Erdbebenopfer sind die Nutznießer der gebefreudigen Prominenz.

Einsatz vor Ort

Doch nicht nur mit ihrem Hab und Gut setzen sich die Stars für Frieden und gegen Armut ein. Die Liste der UNECSO-Botschafter liest sich wie das "Who is who" der nationalen und internationalen Prominenz. Céline Dion, Pierre Cardin und Ute-Henriette Ohoven - die prominenten Fürsprecher der Organisation kommen aus allen Gebieten des öffentlichen Lebens.

Mit ihrem Einsatz machen die Stars auf Missstände aufmerksam, die der westlichen Welt meist verborgen bleiben. Besonders engagiert in dieser Hinsicht ist Angelina Jolie. Nach Dreharbeiten in Südostasien war sie von den dortigen Zuständen so schockiert, dass sie sich an das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR wandte. Auf mehreren Missionen besuchte sie Flüchtlingslager in der ganzen Welt. Dort entschloss sie sich auch zur Adoption ihres Sohnes Maddox, der in einem Waisenhaus in Kambodscha lebte.