Anna-Maria Zimmermann
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Anna-Maria Zimmermann Erstes Interview nach dem Unfall

Anna-Maria Zimmermann äußert sich in einem großen deutschen Sonntagsblatt ausführlich über die schwere Zeit nach ihrem Helikopter-Unfall

Sechs Wochen ist es her, dass Anna-Maria Zimmermann auf dem Weg zu einem Auftritt mit einem Hubschrauber abgestürtzt ist. Es folgten Tage des Bangens, unzählige Operationen - lange Zeit war nicht klar, ob die ehemalige DSDS-Kandidaten die zahlreichen Knochenbrüche, den Knochensplitter in der Lunge und die gerissene Milz überleben würde. Sie hat. Inzwischen kann die 22-Jährige, die seit dem Absturz 17 Kilo abgenommen hat, wieder sitzen und erzählte in einem Interview mit der "Bild am Sonntag", wie sie den Unfall und die vergangenen Wochen erlebt hat.

An den Tag des Helikopter-Absturzes könne sie sich nicht mehr erinnern. "Meine letzte Erinnerung ist, dass ich am Vorabend ins Bett gegangen bin. Ich kann mir vorstellen, dass das eine Schutzmaßnahme meines Gehirns ist, denn mit jeder Erinnerung würde ja auch der Schmerz zurückkommen. Irgendwann habe ich den Fernseher angemacht und einen Bericht über meinen Unfall gesehen." Gefühle oder Erinnerungen seien in diesem Moment aber nicht in ihr wach geworden: "Nichts, es kam überhaupt keine Emotion hoch. Diese Sache, der ganze Tag – alles gelöscht von meiner Festplatte."

Als Anna-Maria Zimmermann zwei Wochen nach dem schweren Unfall zum ersten Mal wach wurde, verstand sie zunächst nicht, was passiert war. "Ich habe die Augen aufgemacht, sah meinen Freund und meine Familie. Um mich herum überall Kabel, es hat von allen Seiten gepiepst, alle Menschen trugen grüne OP-Kittel und ich lag in diesem Gitterbett und konnte nicht sprechen. Das war ein Schock, ich dachte: 'Oh Gott, was ist passiert?' Meine Mutter hat mir behutsam erklärt, dass ich mit dem Heli abgestürzt bin."

Am schwersten sei ihr in der Zeit danach die völlige Isolation gefallen, in der sie sich befand, da sie noch nicht wieder sprechen konnte. "In meinem Körper eingesperrt zu sein, ohne mich mitteilen zu können. Ich habe in dieser Zeit sehr viel geweint."

Doch die Sängerin ist optimistisch, dass es nun schnell wieder bergauf geht: "Ab Mittwoch bin ich in der Reha. Meine Narben sind so weit verheilt, dass die Ärzte meinen, das verantworten zu können. Und ich muss wieder Gesangsunterricht nehmen, damit ich meine alte Stimme zurückbekomme. Und Atemübungen machen, um die geschundene Lunge zu trainieren. Es muss immer vorangehen, Freitag haben sie mir zum Beispiel die Schrauben aus dem Becken herausgenommen. Super, oder?"

rbr