Angelina Jolie
© Getty Angelina Jolie

Angelina Jolie ...und noch ein Baby

Angelina Jolie plant schon wieder eine Adoption. Nur wenige Wochen, nachdem sie den kleinen Pax aus Vietnam zu sich holte. Was halten die Experten davon?

Erdnussbutter futtern und Fußballspielen

mit seinem Bruder Maddox, 5: Pax Thien, 3, hat wenige Wochen nach seinem Umzug von Vietnam nach Kalifornien angefangen sich einzuleben. "Er beschützt seine äthiopische Adoptiv-Schwester Zahara, als sei sie schon ewig seine Schwester", so ein Vertrauter von Angelina Jolie, 31, und Brad Pitt, 43.

Dass der Kleine allerdings selbst noch den Schutz seiner Familie braucht, um sich an das Leben zwischen New Orleans und Los Angeles zu gewöhnen, scheint jetzt ausgerechnet seine neue Mutter zu unterschätzen. Verrückt: Die Schauspielerin ist schon wieder auf Adoptionskurs. Ein einjähriges Mädchen aus dem zentralafrikanischen Staat Tschad soll das nächste Familienmitglied werden. Angelinas Anwälte leiten bereits das Verfahren in die Wege. "Sie will sichergehen, dass sich Zahara als einzige Dunkelhäutige nicht alleine in der Familie fühlt", zitiert die britische Zeitung "News Of The World" aus dem Umfeld Jolies. Ein hehrer Ansatz. Doch würde sich vermutlich keines der Kinder je alleine fühlen, wenn sich die Familie mehr Zeit füreinander nehmen würde.

Stattdessen herrscht akute Unruhe im Hause Jolie-Pitt. Während er noch mit Dreharbeiten beschäftigt ist, bereitet sie sich gerade auf ihren neuen Film "Wanted" vor. Stars im Stress. Kein Wunder, dass selbst dem kinderlieben Brad die Expansionsfreude seiner Freundin momentan etwas zu weit geht. Umstimmen kann er sie trotzdem kaum. Als Angelina vor vier Wochen im Flüchtlingscamp Oure Cassoni die kleine sudanesische Kriegswaise gesehen hat, die in ihrem jungen Leben schon so viel Leid erfuhr, stand ihr Entschluss fest. Im Sommer, wenn in Prag die letzte Klappe zu "Wanted" gefallen ist, will Angelina das Mädchen zu sich holen. Damit die Kleine endlich eine sichere Zukunft hat, wie Angelina hofft. Fragt sich nur, ob sie dem Kind, abgesehen vom materiellen Wohlstand, diese Sicherheit wirklich geben kann.

Experten-Meinung: Es geht zu schnell

Adoptionsberaterin Sabine Strüder-Hain von der deutschen Adoptionsvermittlungsstelle "HELP a child e.V." rät, dass Eltern in die Familie gekommenen Kindern mindestens ein Jahr Eingewöhnungszeit geben sollten, bis an eine erneute Adoption gedacht wird. Strüder-Hain: "Wichtig ist, dass das Kind gerade im ersten Jahr eine konstante Bezugsperson hat. Es sollte eine klare Struktur in der Familie herrschen und keine Unruhe - weder räumlich, noch in der familiären Zusammensetzung. Angelina Jolies Adoptivkind aus Vietnam ist bereits drei Jahre alt. Ein Alter, in dem prägende Ereignisse für die Entwicklung des Selbstvertrauens in seinem Leben passiert sind. Man muss einfach damit rechnen, dass Kinder aufgrund ihrer Erfahrungen verhaltensauffällig sein können. Intensive Zuwendung ist deshalb besonders erforderlich. Dazu gehört auch eine gewisse Ruhe im Tagesablauf. Ein Dreijähriger braucht sie noch mehr als ein Baby. Übermäßiges Reisen ist gerade in der ersten Zeit ein Risikofaktor."