Angelina Jolie, Brad Pitt
© WireImage.com Angelina Jolie, Brad Pitt

Angelina Jolie und Brad Pitt Jetzt klagen sie

Dem Urheber der ganzen großen Trennungshysterie um Jolie und Pitt geht es jetzt an den Kragen: Die Anwälte der beiden Stars gehen gegen die uneinsichtige Zeitung vor

Angelina Jolie und Brad Pitt kennen es nicht anders, als dass jeder Aspekt ihres Privat- und Berufslebens dokumentiert und analysiert und dazu auch oft noch eine Runde phantasiert wird. Sie selbst kommentieren in der Regel wortkarg, dass sie versuchen, all den Trubel so wenig wie möglich zu beachten und ihn nicht an die Familie heranzulassen.

Es ist also ein ungewöhnlicher Schritt, wenn das Paar nun - wie der britische "Guardian" und die Agentur Reuters berichten - tatsächlich seine Anwälte gegen eine Trennungsgeschichte ins Feld schickt. Vor dem Londoner High Court soll gegen die "News Group Newspapers" als Herausgeber der Zeitschrift "News of the World" geklagt werden.

Das Blatt hatte in einer Titelgeschichte im Januar berichtet, Jolie und Pitt hätten bei einem amerikanischen Anwalt einen Trennungsvertrag unterschrieben, der die Aufteilung ihrer Vermögenswerte sowie Regelungen zum Sorgerecht für die sechs Kinder beinhalte. Diese Geschichte habe viele andere Medien dazu bewegt, ebenfalls über eine angebliche Trennung zu berichten.

Die Londoner Anwälte hatten "News of the World" im Vorfeld kontaktiert, um das Blatt dazu zu bewegen, sich für die "falschen und die Privatsphäre verletzenden Behauptungen" zu entschuldigen. Die Zeitschrift weigerte sich, die Geschichte zu korrigieren oder eine Entschuldigung zu äußern. Daher habe das Paar nun laut "Guardian" über Keith Schilling von der Londoner Kanzlei Schillings rechtliche Schritte eingeleitet. Schilling wirft der "News of the World" einen Verstoß gegen den Pressekodex und eine Verletzung der Privatsphäre vor. Es stimme außerdem nicht - das sei mit einer Stellungsnahme des Kollegen belegbar -, dass der in einigen Artikeln genannte bekannte Promi-Scheidungsanwalt Sorrell Trope aktuell Anwalt von Jolie oder Pitt sei. Trope habe seine Mandanten nicht getroffen und niemals beraten.

"News Group News­papers" gehört zum Medienkonzern von Rupert Murdoch. Der hatte schon öfter mit Gerichtsverfahren zu kämpfen. Im Sommer 2009 ließ es sich das Unternehmen deutlich mehr als eine Million Euro kosten, dass laufende Verfahren wegen illegaler Recherchemethoden seiner Angestellten zu einer stillen, gütlichen Einigung kamen. Es ging darum, dass "News of the World"-Reporter sich in Mobiltelefone gehackt haben sollten. Im Juli 2008 verlor das Unternehmen einen Rechtsstreit vor dem High Court um die Privatsphäre des Formel-1-Bosses Max Mosley, die es mit einem Bericht und Fotos von Domina-Kontakten verletzt hatte. Das kostete rund 69.000 Euro.

Der "Guardian" berichtet auch, dass die Pressesprecherin der "News of the World" den Vorgang nicht kommentieren wollte.

cfu