Angelina Jolie Tadel aus Thailand

Als "Botschafterin des guten Willens" reiste Angelina Jolie in ein Flüchtlingslager nach Thailand. Doch damit hat sie jetzt den Zorn der thailändischen Behörden auf sich gezogen

Angelina Jolie hat Anfang Februar als "Botschafterin des guten Willens" für die Organisation "UNHCR" das nordthailändische Auffanglager "Ban Mai Nai Soi" besucht. Hier leben rund 18.000 Flüchtlinge aus dem nur drei Kilometer entfernten Birma. Diese dürfen das Camp jedoch nicht verlassen, nicht arbeiten gehen oder eine Schule besuchen.

Ein unhaltbarer Zustand für Angelina Jolie. In einer Erklärung forderte sie die thailändische Regierung auf, nach Wegen zu suchen, die Flüchtlinge arbeiten und ein unabhängiges Leben führen zu lassen, da diese auf absehbare Zeit nicht in ihre Heimat zurückkehren könnten. "Ich war tief betrübt, eine 21-jährige Frau zu treffen, die bereits in dem Lager geboren wurde, dieses niemals verlassen hat und nun ihr eigenes Kind dort großzieht", wird die Schauspielerin vom "US"-Magazin zitiert.

Zudem forderte Angelina Jolie die Behörden auf, weiterhin Flüchtlinge aufzunehmen und diese nicht wieder in das krisengeschüttelte Birma abzuschieben. Die thailändische Regierung betrachtet die Birmanesen jedoch als Wirtschafts-Flüchtlinge, denen man keinen Schutz bieten muss. Das Außenministerium monierte zudem, dass es Angelina und Brad gar nicht erlaubt gewesen sei, das Flüchtlingslager zu besuchen. "Die thailändische Regierung wird einen maßregelnden Brief an die Organisation 'UNHCR' schicken und hinterfragen, warum sie Angelina Jolie und Brad Pitt den Besuch im Camp gestattet haben", zitiert die Nachrichtenagentur "AFP" den Staatssekretär des Außenministeriums Virasakdi Futrakul.

Kitty McKinsey, Sprecherin der "UNHCR", wiegelt die Vorwürfe ab und sagte, dass das Paar eine Genehmigung des Innenministeriums besaß. Von Angelina Jolie und Brad Pitt gibt es bislang keine Äußerung zu den Vorfällen.

jgl