Angelina Jolie, Donnersmarck
© Picture Alliance Angelina Jolie, Donnersmarck

Angelina Jolie + Florian Henckel von Donnersmarck "Keiner kann sich ihrem Charme entziehen"

Angelina Jolie sprüht vor Energie, strahlt vor Glück - ihr enger Freund Florian Henckel von Donnersmarck erzählt in Gala, wie sie ihn und alle Welt bezaubert

Sie versprühten Harmonie

pur, wo auch immer Angelina Jolie, 35, und Brad Pitt, 46, vergangene Woche in Paris auftauchten. Eine zärtliche Umarmung hier, ein inniger Kuss da. Vergessen der Stress beim Dreh in Budapest, wo Angelina an ihrem Regiedebüt arbeitete.

Kurz vor Weihnachten gönnten sich Brangelina eine Woche mit der sechsköpfigen Kinderschar an der Seine. Und obwohl es offizielle Anlässe für den Besuch an der Seine gab - die Premiere von Brads aktuellem Film "Megamind" und Bussinesstermine für Angelina - , hatten sie genügend Zeit, um das Familienleben zu genießen. Damit sie möglichst ungestört sein konnten, hatte die Großfamilie ein Appartement im Pariser Zentrum angemietet.

Glücklich verheiratet: Florian Henckel von Donnersmarck und seine Frau Christiane haben drei Kinder.
© WireImage.comGlücklich verheiratet: Florian Henckel von Donnersmarck und seine Frau Christiane haben drei Kinder.

"Es ist so schön, dass wir alle mal hier eine Zeit lang zusammen sein können", schwärmte Brad. Wie gewohnt kümmerten sich die Eltern rührend um die Kids. Zum siebten Geburtstag von Pax mieteten sie extra ein Hausboot auf der Seine. Außerdem standen der Besuch eines Aquariums, eine Fahrt mit einem Heißluftballon und natürlich ausgiebiges Weihnachtsshopping auf dem Programm: Zahara,5, freute sich über ein Herzogin-Kostüm, während sich ihre Schwester Shiloh, 4, für ein Ritteroutfit samt Schwert entschied. Die Brüder Pax und Maddox, 9, bekamen neue Pullover, und für die zweijährigen Zwillinge Vivienne und Knox gab's ein knallgrünes Plastikkrokodil. Sogar Zeit für romantische Stunden blieb den beiden, unter anderem in ihren Lieblingsrestaurants, dem "Le Stresa" im noblen achten Arrondissement und dem "Guy Savoy" in der Rue Troyon.

Häufig an der Seite des Glamour-Paares und mit seinen 2,05 Meter Körpergröße nicht zu übersehen: Oscar-Gewinner Florian Henckel von Donnersmarck, 37. Mehrere Monate hatte er Anfang des Jahres mit Angelina für seinen neuen Film "The Tourist" in Paris und Venedig gedreht. Schon seit Jahren ist der Regisseur ("Das Leben der Anderen") eng mit dem Paar befreundet. Angelina findet nur lobende Worte für den Deutschen: "Es gibt kaum einen Regisseur, der heute noch mit so viel Präzision und Liebe zum Detail arbeitet." Im Exklusiv-Gespräch mit Gala in Berlin erzählt der Regisseur von der Arbeit mit Jolie und beschreibt sehr persönlich, was ihren Reiz ausmacht.

Gleich für Ihren ersten US-Film konnten Sie Angelina Jolie und Johnny Depp gewinnen - mehr geht nicht, oder?

Es gibt ja Schauspieler, die sogenannte "Big Names" sind, aber trotzdem nicht sonderlich interessant. Angelina Jolie und Johnny Depp sind aber aus gutem Grund solche "Big Names": faszinierende Menschen, mit denen man wahnsinnig gerne arbeitet.

Wie haben Sie Angelina kennengelernt?

Durch Brad Pitt, der einer meiner ersten Freunde in Hollywood war und mit dem ich auch ein gemeinsames Projekt entwickele. Er hat sie mir 2006 bei den Golden Globes vorgestellt. Er sagte: "Angelina, das ist Florian Henckel von Donnersmarck." Woraufhin sie fragte: "Wer?" Brad weiter: "Wir haben uns doch seinen Film angeschaut und waren so begeistert." Daraufhin sie: "Daran kann ich mich aber nicht erinnern." Vorher hatte Brad mir allerdings erzählt, dass sie den Film gleich zweimal hintereinander geschaut hatten. Und dann sagte Angelina: "Ich glaube, ich habe die erste Hälfte gesehen." Jetzt, wo ich sie besser kenne, weiß ich, dass es ein Spiel war. Sie provoziert gerne, und das macht sie mit sehr viel Charme. Sie hat wahrscheinlich gedacht, der Kerl kriegt gerade so viel Lob, dem will ich mich jetzt nicht auch noch anschließen. Sie merkte, dass ich das witzig fand, und dadurch hatten wir gleich eine gute Verbindung.

Und dann wollte Angelina plötzlich unbedingt mit Ihnen arbeiten ...

Es ist ja so, dass diese großen Schauspieler zu jedem Zeitpunkt gut ein Dutzend Projekte haben, mit denen sie gedanklich spielen und bei denen sie überlegen, ob das ein geeignetes nächstes Projekt sein könnte. Und dann treffen sie sich mit verschiedenen Leuten und überlegen, was fühlt sich am besten an, was wäre jetzt der nächste Schritt. Als Angelina dieses Projekt bekam, wandte sie sich an mich und fragte: Hast du eine Idee, wie wir aus dem Drehbuch etwas machen können? Und ich hatte eine Idee. Allerdings wollte ich es unbedingt zu einem vierhändigen Klavierstück machen, also einen wirklich ebenbürtigen Co-Star mit einbeziehen. Und so kamen wir relativ schnell auf Johnny Depp.

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