Angelina Jolie
© WireImage.com Angelina Jolie

Angelina Jolie Doch ein Dreh in Bosnien

Einheimische Medien berichten, dass die bosnischen Behörden ihre Vorbehalte gegen den Dreh des neuen Angelina-Jolie-Films aufgelöst und ihr eine Drehgenehmigung erteilt hätten. Während der Diskussion wurden Einzelheiten aus dem geheimen Skript offenbar

Angelina Jolie darf ihren Debütfilm als Regisseurin jetzt vermutlich doch in Bosnien-Herzegowina drehen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Medien in Sarajewo. Die Behörden hatten kurzfristig eine bereits erteilte Drehgenehmigung für den Hollywoodstar zurückgezogen, nachdem Kriegsopfer-Organisationen gegen den Film protestiert hatten. Von dem war nur bekannt, dass eine Liebesgeschichte zwischen einem serbischen Soldaten und einer bosnischen Frau vor dem Hintergrund des Bürgerkrieges erzählt werden soll. Es wurde befürchtet, dass der starke Medienfokus auf dem Filmdreh sowie die romantisierte Geschichte für die Opfer des Krieges traumatisch sein könnte.

Dem ursprünglichen Drehantrag soll kein Drehbuch mit präziseren Angaben zur Geschichte beigelegen haben, das wurde nun offenbar nachgereicht und konnte die Vorbehalte ausräumen.

Zeitgleich mit dieser Untersuchung will die Belgrader Zeitung "Blic" nach dpa-Informationen auch Inhalte des geheimen Drehbuchs erfahren haben. Demnach verliebt sich ein serbischer Soldat in ein muslimisches Mädchen und bringt es vor serbischen Verfolgern in Sicherheit bringt. Später soll der kriegstraumatisierte Mann das Mädchen jedoch umbringen und sich den internationalen Friedenstruppen als Kriegsverbrecher, heißt es. Angelina Jolie soll auf den Bericht mit einem strengen Plauderverbot für Cast und Crew reagiert haben.

Die Dreharbeiten zu dem Film haben vor zwei Wochen in Ungarn begonnen. Doch auch dort hat Jolie im Moment mit Widrigkeiten zu kämpfen. Ein Wachmann, dem sie die Miete für einen Drehort übergeben hatte, hat das Geld in die eigene Tasche gesteckt. Als der Gebäudeeigentümer sich meldete, musste die Filmproduktion notgedrungen ein zweites Mal zahlen. Es geht laut einem dpa-Bericht allerdings um überschaubare Ausgaben in Höhe von 5400 Euro.

cfu