Angelina Jolie + Victoria Beckham

Das Duell der Mütter

Zwei Super-Moms - zwei Welten: Angelina Jolie und Victoria Beckham haben völlig unterschiedliche Vorstellungen davon, wie sie ihre Kids fit fürs Leben machen

Diese Szene würde Angelina Jolie und Brad Pitt das Gruseln lehren:

An jedem freien Abend versammeln sich die vor ihrem Flachbildfernseher, ein kindgerechtes Programm flimmert über den Bildschirm. Gegen Viertel vor sieben schickt , 36, einen ersten mahnenden Blick zu Cruz hinüber. Noch hat der Fünfjährige ein paar Minuten Schonfrist, doch Punkt 19 Uhr muss er ins Bett, vorher noch Zähne putzen. Widerspruch zwecklos. Weder Quengeln noch Bocken hilft, Mom bleibt knallhart. "Ich bin fest davon überzeugt, dass Kinder regelmäßige Abläufe brauchen", erklärte sie gerade im mit der britischen Zeitung "Daily Mirror". Deshalb das abendliche Ritual, auch für die älteren Jungs: "Romeo muss um 19.30 Uhr, Brooklyn um 21.30 Uhr im Bett sein." Es folgen jeweils ein paar Kuschelminuten, in denen noch ein bisschen über den Tag gesprochen wird - und dann gute Nacht!

Angelina Jolie und Brad Pitt

Das ist ihr Familienalbum

17. März 2017   Angelina Jolie hat alle Hände voll zu tun: Shiloh, Pax, Knox, Vivienne, Zahara und Maddox müssen offensichtlich bei Ankunft am LAX Airport zügig weiter.
18. Februar 2017   Angelina Jolie und ihre Kinder Pax, Knox, Vivienne, Maddox, Zahara und Shiloh besuchen den König von Kambodscha.
28. Januar 2017  Ihre Kinder geben ihr Halt: Angelina Jolie ist mit den Zwillingen Vivienne und Knox in Malibu unterwegs. Gemeinsam besuchen das "SunLife Organics"-Restaurant und machen sich einen schönen Nachmittag. 
Manchmal hat man eben auch im Winter Lust auf ein Eis: Nach schweren Trennungszeiten sehen wir Angelina endlich mal gut gelaunt.

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Ein so straffes Programm wäre im Pitt-Jolie-Clan das absolute No-Go. Feste Bettzeiten? Spießig! Und eine Einschränkung des kindlichen Freiheitsdrangs. Im Familienschloss in Frankreich etwa dürfen die sechs Kids nach dem späten Abendessen noch so lange spielen, bis sie müde werden. Zwei bis drei der sechs fest angestellten Nannys bringen die Kleinen dann zu Bett - mal hier, mal da. Weil die Kids häufige Wohnortwechsel gewöhnt sind, übernachten sie, wo sie Lust haben. Manchmal bei den Eltern im großen Familienbett, dann wieder verstreut in den Zimmern der Brüder und Schwestern. Ein cooles Kinderleben, sicher. Doch der unkonventionelle Erziehungsstil hat seine Tücken. "Manchmal geistern die Kinder noch ewig durchs Haus, oder sie sind schon sehr früh wach und toben bei Angelina und im Zimmer herum", berichtete ein Freund der Familie.

Wenn schon nicht auf strenge Regeln, worauf kommt es Sechsfachmutter , 35, dann an? "Wir sind sehr miteinander verbunden und reden viel", erläuterte sie gerade im US-Magazin "Parade". Vielfalt statt Ordnung sei ihr wichtig. Maddox plappert am liebsten auf Französisch, Pax redet vietnamesisch dazwischen, die Zwillinge Knox und Vivienne probieren zurzeit die ersten englischen Worte aus. Ein munteres Chaos, ganz wie Angelina Jolie das mag. Allerdings auch ein abgeschottetes Leben. Zwar gibt es einige Freunde, aber vor allem sollten die Kinder füreinander da sein, betont Angelina.

Sich einzuigeln wäre für Victoria und David Beckham ein Graus. Victoria führt ein offenes Haus, Kinder aus der Nachbarschaft dürfen nachmittags gerne vorbeikommen. Nach Anmeldung, versteht sich, denn auf Umgangsformen legt die Britin größten Wert. "So wohlerzogene Kinder wie die Beckhams sind mir noch nie begegnet", staunte Nachbar Seal beeindruckt, nachdem die drei mal auf dem Klumschen Anwesen zu Besuch waren. Jeder Junge habe danach sogar ein Dankesbriefchen geschrieben. Damit die Jungs parieren, lässt sich Victoria Beckham allerdings auch einiges einfallen. Handgreiflich würde sie dabei nie werden, sie arbeitet mit Psychotricks. "Wir haben zu Hause einen Bestrafungsstuhl", erklärte sie. Will heißen: Wenn Brooklyn, Romeo oder Cruz etwas ausgefressen haben, müssen sie für einen gewissen Zeitraum auf diesem Stuhl sitzen, über alles nachdenken und sich später für ihr Fehlverhalten entschuldigen.

Angelina Jolie und Brad Pitt setzen lieber auf das Prinzip Belohnung. Wer keinen Stress macht, bekommt kleine Extras: einen Einzelausflug mit einem Elternteil, eine Bootsfahrt oder eine Shoppingtour im Spielzeugladen. Wenn es dann zu Hause mal wieder drunter und drüber geht, werden die Kinder eben getrennt und auf Mom, Dad, Nannys und Bodyguards verteilt. Praktisch für die Eltern: Auch die Hausaufgabenüberwachung übernimmt das Personal. Kürzlich in Venedig begleiteten zwei Privatlehrer die Familie, sie unterrichteten die größeren Kinder individuell. Bei den Beckhams kontrollieren hingegen die Eltern akribisch jeden Fortschritt. Wenn die beiden auf Reisen sind, melden sie sich via Skypebis zu fünfzehnmal am Tag bei den Jungs. Hallo sagen, klar. Aber auch checken, was die Söhne ohne elterliche Aufsicht so treiben.

Familie Beckham

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Einen Punkt gibt es jedoch, in dem sich Angelina und Victoria trotz konträrer Erziehungsmethoden einig sind. Beiden ist es besonders wichtig, dass ihre Sprösslinge soziales Verständnis lernen. "Wir wollen, dass sie dankbar sind für all das, was sie haben", so Angelina Jolie. Bei Reisen nach Asien oder Afrika ermuntert sie ihre Kids deshalb, etwas vom üppig vorhandenen Spielzeug an ärmere Kinder abzugeben. Und auch Victoria Beckham nahm ihren Ältesten Brooklyn vor einigen Monaten mit auf einen Charity-Trip. Es ging nach Clay County, Kentucky; dort durfte er Sneakers und Rucksäcke an bedürftige Kinder verteilen. Er tat es höflich und wirkte dabei richtig glücklich.


Mitarbeit: Viktoria Hänsel, Nina Dinkelmeyer

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