Amy Winehouse
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Amy Winehouse Blake ist ihre schlimmste Droge

Betrunken, abgemagert, neben der Spur: Amy Winehouse macht sich selbst kaputt. Schuld soll ihr Mann Blake Fielder-Civil sein. Eltern und Freunde flehen die Sängerin an, die zerstörerische Beziehung zu beenden

Wenn man sie so sieht,

weiß man nicht, ob man applaudieren oder doch besser dem Sanitäter am Notausgang einen Hinweis geben sollte: Bitte, kümmern Sie sich um die orientierungslose Frau da auf der Bühne. Bringen Sie ihr eine Wolldecke und einen Tee. Und beenden Sie das Trauerspiel, das als Konzert angekündigt war. Bevor Amy Winehouse noch weiter durchs gnadenlose Rampenlicht stolpert. Abgemagert. Verhuscht. Wie ein verirrtes Tier auf einer Autobahn, bei dem man hofft, dass es glimpflich davonkommt.

Hamburg, Congress Centrum, Saal drei. Die zweite Station von Amys Europa- Tournee, die noch bis Ende des Jahre dauern soll. Dabei scheint es, als würde sie jetzt schon aus den Ballerinas kippen. Zugedröhnt bis unter den Dutt schwankt die 24-Jährige vor dem Mikrofonständer hin und her - gegen den Rhythmus. Bemüht, das Gleichgewicht zu halten.

Amy Winehouse während eines Konzerts im September
© GettyAmy Winehouse während eines Konzerts im September

Kleid und Liedertexte verrutschen im Sekundentakt. Einzig ihr Blick bleibt starr. Mal schaut sie ins Leere, dann hinüber zu Ehemann Blake Fielder-Civil, der am Bühnenrand gelangweilt Kette raucht, selten seiner Frau zulächelt. Doch wenn er es tut, ist es, als würde ein Funken durch Amy zucken. Für diesen Moment blitzt sogar ihre Stimme, diese grandiose Soul-Röhre, auf, sodass man ahnen kann, welche Power einst in ihr steckte. Sehen kann man es leider nicht.

In den vergangenen Monaten ist Amy um vier Kleidergrößen geschrumpft. Von sexy auf erschreckend. Was leider ihrem Gesamtzustand entspricht. Egal, ob auf der Bühne, bei McDonald's in Berlin, in der Kopenhagener Fußgängerzone, die Sängerin steht stets neben sich. Sie sagt selbst, dass sie Whiskey wie Wasser trinkt. Und mehr noch. Vergangene Woche in Norwegen rief das Personal in ihrem Hotel sogar die Polizei, weil sich andere Gäste über den Gestank von Haschisch beschwert hatten. Amy wurde festgenommen, samt Ehemann sowie 7,1 Gramm Marihuana. Nach Zahlung von 500 Euro Geldbuße kam das Paar nach einer Nacht in der Arrestzelle wieder frei.

Dabei schien es reiner Zufall, dass die Beamten keine härteren Drogen gefunden hatten. Heroin, Kokain, Ecstasy. Man sagt, der Soul-Star sei nicht sehr wählerisch. Hauptsache, das Zeug knallt. Und egal, ob es schief geht. Anfang August fiel die Sängerin nach einem Drogen-Cocktail ins Koma. Die Spekulationen überschlugen sich: War es das jetzt mit der Karriere? Der Abstieg nach dem kometenhaften Durchbruch? Selbst ihre Eltern gestanden später im Radio, dass sie schon die Grabrede für ihre Tochter verfasst hätten - und weiterhin mit dem Schlimmsten rechneten.

Wenn es nach ihrem Vater Mitch, einem Taxifahrer aus London, ginge, wäre sie derzeit sicher nicht auf Tournee, sondern in Therapie. Und vor allem: weit weg von Ehemann Blake Fielder-Civil. "Er besorgt meiner Tochter Drogen", klagte Mitch Winehouse kürzlich in einem BBC-Interview. "Genauso gut könnte er mit ihr russisches Roulette spielen." Tatsächlich vermuten auch viele Freunde der Sängerin, dass der ehemalige Barkeeper Fielder-Civil sie in den Abgrund reißen wird. Lange bevor das Paar im Mai heiratete, war bereits klar, dass diese Ehe eine explosive Verbindung darstellt.

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