Amanda Peet
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Amanda Peet Sie bezeichnet Eltern als Parasiten

Ein Interview mit Schauspielerin Amanda Peet sorgt in Amerika derzeit für Furore. Darin verdeutlicht sie ihren Standpunkt zum Thema "Impfung von Kindern" deutlich: Wer nicht vorsorgt, sei ein Parasit

Amanda Peet ist Mutter einer 18-monatiger Tochter und gab der Eltern-Zeitschrift "Cookie" kürzlich ein Interview, das in der August-Ausgabe erscheint. Ihre Aussage, dass Eltern ungeimpfter Kinder Parasiten seien, sorgte dermaßen für Furore, dass auf der Internetseite mittlerweile eine Extraseite eingerichtet wurde, um Leserbriefe zeigen zu können.

Für viele Eltern ist Kinderimpfung ein Streitthema, dem man nur völlig unterstützend oder total verurteilend gegenüber stehen kann. Amandas Tochter Frankie ist mit ihren Impfungen auf dem aktuellen Stand: "Als ich schwanger wurde, war ich zunächst richtig neurotisch. Ich begann, fast alle fünf Minuten meinen Schwager - er ist Kinderarzt - anzurufen und ihn irgendetwas zu fragen. Besonders wichtig war mir das Thema 'Impfen'. Mein Schwager stellte den Kontakt zu Dr. Offit her. Er ist Chefarzt der Abteilung für Infektionskrankheiten am Kinderkrankenhaus von Philadelphia und hat gemeinsam mit der ehemaligen Firstlady Rosalynn Carter die 'Everly Child by Two'-Organisation gegründet. Die setzt sich für Kinderimpfung ein." Die Schauspielerin erklärt, wie schockiert sie über den Menge von Fehlinformationen gewesen sei, als sie sich mit dem Thema beschäftigte. Vor allem verweist sie dabei auf die Diskussion über den möglichen Zusammenhang zwischen Autismus und bestimmten Impfungen. Dieses sei wissenschaftlich nicht nachweisbar.

Mittlerweile ist Amanda auch das prominente Gesicht von "Everly Child by Two" und sagt, sie sorge sich um vieles, wenn es um ihre Tochter geht, aber Impfungen brächte sie keinerlei Zweifel entgegen. Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen, verließen sich auf das "Schutzschild" der bereits geimpften Kinder. dass die in der Mehrzahl sind, bewirke nämlich erst, dass die entsprechenden Kinderkrankheiten in der westlichen Welt nur noch selten auftreten.

Auf der Internetseite von "Cookie" sieht sich die Schauspielerin nun im Kreuzfeuer. Viele Eltern (zum Beispiel solche, die ein autistisches Kind aufziehen) verurteilen die harsche Kritik an der Wahl, sein Kind nicht impfen zu lassen. Es gäbe sehr wohl erhebliche Risiken für die kleinen Immunsysteme, wenn sie mit Impfstoffen belastet würden, und ein Zusammenhang zu Autismus sei eben nicht auszuschließen. Andere unterstützen die Schauspielerin und freuen sich, dass ein Star seine Bekanntheit nutzt, um in der jahrealten heftigen Diskussion Stellung zu beziehen.

cqu