Alice Schwarzer

Aussage verweigert

Im Prozess gegen Jörg Kachelmann hat die als Zeugin geladene Alice Schwarzer ihre Aussage verweigert. Sie sollte vor dem Landgericht Mannheim über ihre Kontakte zu dem Therapeuten des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers aussagen

Alice Schwarzer

Im Prozess gegen hat die als Zeugin geladene am Mittwoch (9. Februar) ihre Aussage verweigert. Schwarzer machte wie im Vorfeld erwartet von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht als Journalistin Gebrauch und wurde daraufhin aus dem Zeugenstand entlassen. Die Vorladung der Frauenrechtlerin wurde von einigen Medien zum großen Auftritt gemacht. Letztlich dauerte der aber nur wenige Minuten. Sie sollte vor dem Landgericht Mannheim über ihre Kontakte zu Günter Seidler, dem Therapeuten des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers aussagen.

Kachelmanns Verteidiger behauptete, Schwarzer führe einen "öffentlichen Feldzug" gegen seinen Mandanten. Laut "süddeutsche.de" sagte Schwarzer nach der Verhandlung: "Es ist bedauerlich, dass ein so ernster Prozess durch Nebenkriegsschauplätze andauernd verzögert wird."

Wichtiger für das Schicksal des Angeklagten war die Vernehmung der drei rechtsmedizinischen Gutachter an gleichen prozesstag sein. Vor Schwarzers Anhörung konnte Jörg Kachelmann einen Erfolg für sich verbuchen: Der Heidelberger Rechtsmediziner Rainer Mattern hat den Fernsehmoderator bei seiner erneuten Anhörung entlastet. Laut Mattern wurden an dem Messer, das Kachelmann laut Anklage seiner ehemaligen Geliebten an den Hals gedrückt haben soll, keine DNA-Spuren des angeblichen Opfers gefunden. "Ich kann mit meinen Methoden nicht nachweisen, dass der Angeklagte ihr diese Verletzungen beigebracht hat, aber auch nicht ausschließen, dass sich die Nebenklägerin die Verletzungen selber beigebracht hat," sagte er laut "stern.de".

Jörg Kachelmann wird vorgeworfen, er habe seine Ex-Freundin nach einem Beziehungsstreit mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Kachelmann bestreitet dies.

aze

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