Alena Gerber
© Getty Images Alena Gerber

Alena Gerber So geht es ihr in Los Angeles

Seit einem Monat lebt Alena Gerber, Model und Ex von Sven Hannawald, jetzt schon in Los Angeles. Gala.de verriet die 25-Jährige, wie es ihr in Kalifornien ergeht

Alena, was macht dein Leben in den USA?

Mir geht es super! Beruflich läuft es toll, aber ich vermisse Deutschland!

Dann kommst du also bald zurück?

Ja, das werde ich, weil ich einige Shootings habe. In Zukunft möchte ich dann zwischen München und Los Angeles pendeln. Es war entgegen vieler Gerüchte, nie mein Plan auszuwandern. Dafür liebe ich unsere europäische Lebenseinstellung und meine Familie und Freunde zu sehr!

Wieso bist du denn in die USA gegangen?

Ich brauchte einfach einen Break, eine Auszeit. Ich wollte weit weg, mich einmal einige Zeit einfach nur auf mich konzentrieren, arbeiten und gleichzeitig Ruhe finden.

Wie kann man sich dein Leben vorstellen?

Ich lebe in West Hollywood, habe durch viel Glück ein tolles Zuhause gefunden. Direkt am Sunset Boulevard und dennoch grün, mitten im Geschehen und trotzdem ruhig genug für meine geliebten Stunden mit Hund und Buch abends auf der Couch.

Alena Gerber: Model Alena Gerber in ihrer Küche in Los Angeles.
Model Alena Gerber in ihrer Küche in Los Angeles.

Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?

Ich stehe jeden Morgen um sieben Uhr auf, gehe mit dem Hund in den Hills laufen, mache mir danach ein schönes Frühstück und fahre dann entweder zur Arbeit ans Set oder zu Castings. An ruhigeren Nachmittagen treffe ich meine deutsche Freundin und wir essen Frozen Yoghurt und lachen darüber, dass wir wohl die einzigen Mädchen in der Stadt sind, die sich nicht von Green Smoothies ernähren. Ich fahre aber auch gerne Motorrad oder gehe abends ins Kino.

Was gefällt dir in den USA besonders gut?

Ich mag den Dunst der Entspanntheit, der über L.A. liegt. Man trägt den ganzen Tag Sporthosen und Flipflops, ist ungeschminkt und auch im teuersten Restaurant der Stadt kann ich im Hoodie und Sportschuhen essen. Aber genau diese Entspanntheit wird schnell zu Faulheit und das widerstrebt mir extrem. Ich komme nur schwer mit der hier sehr verbreiteten L.A.-Haltung zu Recht: "Komm ich heut nicht, komm ich morgen", und "Ach, das regelt sich schon alles irgendwie." Die Stadt platzt vor Träumern und jeder jagt etwas hinterher, aber die Wenigsten fangen wirklich was sie suchen. Aber die Süßigkeiten und das Wetter sind hier definitiv besser.

Was vermisst du?

Sehr viel! Wann immer es geht, lasse ich meine kleine Schwester einfliegen. Wenn sie wieder weg ist, fühle ich mich ein bisschen einsam. Es ist schwer, hier echte Freunde zu finden.

Ich vermisse es einfach, auf der Couch zu sitzen, eine Pizza zu bestellen und einen Film zu gucken. Das macht man in L.A. nicht. Hier gehen die Mädchen jeden Tag aus, in der Hoffnung Leonardo DiCaprio über den Weg zu laufen. Ich gehe nicht aus, ich trinke nicht und war seit ich hier bin auf nicht einer Party. Das macht mich zu einer Art Alien.

Hast du Freunde gefunden?

Nicht wirklich. Die meisten meiner Kolleginnen sind ein bisschen anders als ich. Ich falle wohl eher unter die Kategorie "Spießer". Ich habe ein paar deutsche Freunde und ein paar Amerikaner, die nichts mit der Showbranche zu tun haben. Und glaubt mir, die sind in Los Angeles nicht einfach zu finden, da jeder Kellner eigentlich Hollywood-Schauspieler ist!

Verrätst du uns deine Hot Spots in L.A.?

Ich mag das "Café Gratitude", weil sie super Veganes essen haben. Mittags esse ich am liebsten im "Ivy" und den Sonnenuntergang beobachte ich von meiner Terrasse aus.

Alena Gerber: Auf ihrer Terrasse in West Hollywood genießt Alena Gerber die Abendsonne.
Auf ihrer Terrasse in West Hollywood genießt Alena Gerber die Abendsonne.

Hand aufs Herz: Wie sind die amerikanischen Männer?

Kann ich nicht beurteilen, da ich noch kein Date hatte. Die Männer hier sind aber definitiv offener und mutiger, sprechen einen auf der Straße oder im Café einfach an. Trotzdem bin ich noch immer nicht bereit für eine neue Liebe. Ich möchte gerade für mich sein. Und wenn das noch weitere zwei Jahre der Fall ist, ist das auch in Ordnung.