Der FC Bayern München hat gegen seine beiden Spieler Philipp Lahm und Luca Toni "empfindliche" Geldstrafen verhängt, nachdem die beiden am Wochenende gehörig aus der Reihe getanzt waren. Lahm hatte nach dem Heimspiel gegen den FC Schalke 04 der "Süddeutschen Zeitung" ein Interview gegeben, in dem er die Clubführung und seine Mitspieler stark kritisierte. Luca Toni hatte zuvor nach seiner Auswechslung einfach den Platz verlassen und war mit seinem Dienstwagen von dannen gebraust.

Das ließ der Verein natürlich nicht auf sich sitzen: "Er hat in eklatanter und unverzeihlicher Art und Weise gegen interne Regeln verstoßen", sagte Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge über Philipp Lahm in einer offiziellen Erklärung. "Wir sind enttäuscht, weil er als stellvertretender Kapitän hier eigentlich eine besondere Verantwortung für die Mannschaft und den Klub trägt. Er wird deshalb mit einer Geldstrafe belegt, wie es sie in dieser Höhe beim FC Bayern München noch nicht gegeben hat."

Am Montag (9. November) wurde Lahm dann zum Rapport bestellt, anschließend wurde folgende Erklärung veröffentlicht: "In einem sehr offenen, ausführlichen und konstruktiven Gespräch hat sich Philipp Lahm für die Art und Weise seiner Aussagen und den eingeschlagenen Weg entschuldigt."

Angeblich soll der Spieler 25.000 Euro Strafe zahlen, sein Kollege Luca Toni soll mit 15.000 Euro davongekommen sein. Dennoch wächst nun die Kritik, dass Bayern München sich unmüdige Spieler hält - offenbar hat Philipp Lahm nur das ausgesprochen, was viele bereits lange denken.

jgl



Kommentare unserer Leserinnen und Leser

10/11/2009 | 10:34von Zukunftsfussball

In Bayern würde man sagen: "Wer hat dem
Hoeneß und Rummenigge ins Hirn geschissen?"...
natürlich wäre das nur die richtige Wortwahl,
würde man dem Vorstand persönlich
gegenüberstehen.Philipp Lahm, unentbehrlich für
die Bayern, seit Jahren im Verein, zuverlässig und
treu. Wenn einer sein "bayrisches Maul" aufreissen
darf, dann Herr Lahm. Hoeneß fühlt sich derzeit
wohl zu beliebt und hat schon die Zeiten vergessen, als er
mit Eiern beworfen wurde und täglich ausgebuht wurde,
wenn der rot-verschwizte Schädel ins Rampenlich trat.
Kahn oder Lahm, die seit Jahren das Spiel leben(lebten),
sollten eher aufmerksam angehört werden.Tatsache ist
ja, dass Rummenigge und Hoeneß aus der Dinosaurier
Fußballzeit stammen. Das deren Philosophie seit Jahren
ausgestorben ist, ist schon längst klar, nur traute
sich keiner den Würstlmann in scharfen Senf zu tauchen.
"Alles hat ein Ende, nur die Bayern haben keins".
Das passt genauso, wie der Würstchenmann zu den Bayern
- nämlich garnicht!Ich schlage vor, dass Hoeneß
die ausfallenden Stadioneinnahmen zahlt, die wegen seiner
eigenen Verblendung in den nächsten Monaten ein Loch in
die Bayernkasse reißen wird. Arme Bayern mit einem
Hoeneß als Vorzeigewurst..

09/11/2009 | 20:05von Nicole

Der FC Bayern ist nicht mehr die Top-Mannschaft die sie
einmal war. Lahm hat nur die Wahrheit gesagt und wird jetzt
mit einer Geldstrafe "bestraft". Die Strafe von
Luca Toni ist gerechtfertigt, aber das mit Lahm ist einfach
nur peinlich.

09/11/2009 | 18:18von CeFab

Philipp Lahm hat inhaltlich völlig berechtigte Kritik
am Arbeitgeber geäußert. Das ist ernst zu nehmen.
Es ging ihm dabei nicht um individuelle, emotionale
Belange.Luca Toni hingegen ist wie ein kleines Kind
beleidigt nach Hause gelaufen, weil ihm irgendetwas
persönlich nicht gepasst hat.Dass der erwachsenere der
beiden dafür härter bestraft wird, zeigt welches
Führungssystem der FC Bayern hat. Peinlich für
diesen Verein.

09/11/2009 | 18:09von Werner Schneider

Schade dass eigentlich nur immer die BayernBosse fehlerlos
sein wollen.M.E. hat Herr Lahm doch nur einmal
wach-rütteln wollen.Ein nicht so intelligenter Spieler
wie HerrLahm, würde nach dieser Strafe den
FCBsicherlich durch veränderte Spielweise seinen seine
Verärgerung spüren lassen.Auch einem Arbeitnehmer
sollte man eineMeinungsäußerung zugestehen.

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