In Südamerika müssen die Fans der britischen Pop-Rock-Band "Coldplay" für ein Konzert ihrer Helden lange arbeiten: Der horrende Ticketpreis von umgerechnet 122 Euro macht in Chile mehr als ein Viertel des durchschnittlichen Monatslohnes aus. Die Band gibt sich ahnungslos, habe von dem Wucher nichts gewusst. Reumütig wandten sie sich jetzt persönlich an ihre Anhänger: "Wir haben gerade erst herausgefunden, wie teuer die Tickets sind, und möchten sagen, dass es uns sehr leid tut. Der Preis ist ein bisschen beschämend. Wenn man in einer berühmten Band ist, passieren viele Dinge, von denen man nichts weiß," entschuldigte sich Chris Martin, Sänger und Frontmann der Band, bei seinen aufgebrachten Fans.

Für gewöhnlich unterstützt der Ehemann der Schauspielerin Gwyneth Paltrow die Bewegung "Make Trade Fair", die sich für einen fairen Handel in Entwicklungsländern einsetzt. Dass die zahlreichen "Coldplay"-Anhänger für ihre Idole so tief in die Tasche greifen müssten, ist der Band deshalb umso peinlicher.

Bereits Anfang 2007 starteten "Coldplay" ihre Tour durch Lateinamerika. Für Chile und Argentinien kommt die Entschuldigung deshalb etwas spät. Dort hat die Band bereits je drei Konzerte gespielt. Nur die Städte in Brasilien und Mexiko, die noch bis zum 03. März auf dem Tourplan stehen, können eventuell auf eine Preisminderung hoffen.

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