Die Zeiten, in denen Lindsay Lohan für positive Neuigkeiten sorgte, sind lang vorbei. In den letzten Monaten landete die 25-Jährige eher wegen ihres Partylebens, Gerichtsterminen oder wie kürzlich wegen ihrer ungepflegten Zähne in den Schlagzeilen. Nun gibt es erneut Ärger im Hause Lohan: Am Mittwoch (19. Oktober) wurde sie in Handschellen aus einem Gericht in Los Angeles geführt.

Grund für die Maßnahme war, dass Lindsay mehrmals gegen ihre Bewährungsauflagen verstoßen hatte. Die Bewährung wurde nun aufgehoben, Lohan kam nur gegen Zahlung einer Kaution wieder frei, so die "Los Angeles Times". Lässt sich die Schauspielerin in nächster Zeit etwas zu Schulden kommen, wandert sie automatisch ins Gefängnis.

In einer halbstündigen Anhörung mahnte Richterin Stephanie Sautner an, dass Lindsay zu neun ihrer Sozialstunden im "Downtown Women’s Center" nicht angetreten war. Insgesamt 360 Stunden sollte sie bis Ende des Jahres dort gemeinnützige Arbeit verrichten. Doch da die Schauspielerin diverse Male nicht auftauchte, wurde sie nun aus dem Programm geschmissen.

Lohans Anwalt Shawn Holley hielt dagegen, es sei "kindisch", ihr Fehlen als Verletzung der Bewährungsauflagen zu bezeichnen. Schließlich sei seine Mandantin nur nicht erschienen, da sie beruflich ins Ausland musste. Weiter führte er ein angeblich ausgezeichnetes psychologisches Gutachten an, dass "Miss Lohan einen Wendepunkt in ihrem Verantwortungsbewusstsein und ihrer Reife erreicht" habe.

Peinlicher Auftritt: Lindsay Lohan wird in Handschellen aus dem Gerichtssaal geführt.
Peinlicher Auftritt: Lindsay Lohan wird in Handschellen aus dem Gerichtssaal geführt.
(Foto: © WireImage.com)

Doch dieses Argument ließ die Richterin nicht durchgehen. "Wenn man neunmal nicht auftaucht, bedeutet das, dass sie einen Wendepunkt in ihrer Reife erlangt hat?", so Sautner und ließ Lindsay schließlich von Polizisten aus dem Saal führen. Lang musste die Schauspielerin nicht in der Verwahrung ausharren: Nachdem sie die Kaution von 100.000 Dollar (etwa 72.960 Euro) bezahlt hatte, war sie auch schon wieder auf freiem Fuß.

Der Sprecher der Schauspielerin sagte gegenüber "People", dass Lohan alles tun werde, um das Gericht zufriedenzustellen. Dazu gehört auch, dass sie für 120 Stunden in einer Leichenhalle in Los Angeles arbeiten muss. Neben den Sozialstunden im Frauenhaus ist dies der zweite Teil ihrer Strafe, die sie für den Goldkettendiebstahl im Frühjahr erhalten hatte.

Am 2. November muss Lindsay Lohan erneut vor Gericht antreten. Dann wird formal entschieden, inwiefern sie gegen ihre Bewährungsauflagen verstoßen hat und welche Strafe ihr dafür aufgebrummt wird. Es sieht nicht gut aus für die Uneinsichtige: Die Staatsanwaltschaft kündigte bereits an, dass sie sich für eine Gefängnisstrafe einsetzen wird.

kse




Weitere Funktionen:

Newsletter abonnieren
Text drucken




Bargeld  iTunes  iPod touch  Wagenfeld Lampe  Gala im Abo: Wählen Sie jetzt Ihr Dankeschön!