Er ist witzig, lustig und für jeden Spaß zu haben. Dafür ist der zukünftige "Two And A Half Men"-Star Ashton Kutcher bekannt. Der 28-Jährige kann aber auch anders und zwar dann, wenn ihm jemand Flunkerei vorwirft. Insbesondere bei seiner Wohltätigkeitsarbeit ist er da sehr empfindlich.

Der Schauspieler befindet sich derzeit in einem Twitter-Krieg mit der amerikanischen Wochenzeitung "The Village Voice". Der Auslöser: Ashtons Umgang mit Zahlen und Statistiken. Im Interview mit Piers Morgan auf dem Sender "CNN" hatten er und Demi Moore für ihre Arbeit gegen Zwangsprostitution Minderjähriger geworben. Dabei hatten sie auch aktuelle Zahlen zur Hand: "Zurzeit gibt es in den USA jährlich zwischen 100.000 und 300.000 Opfer, die zur Prostition gezwungen werden", so Kutcher und Moore.

Eine Zahl, die das US-Blatt "The Village Voice" in einem am Donnerstag (30. Juni) erschienen Beitrag als falsch bezeichnete. Laut der Zeitung handele es sich um weitaus weniger Frauen und Kinder, die tatsächlich betroffen seien. Demnach seien es "nur" 800 pro Jahr. Die Journalisten beschuldigten das Promipaar, mit einer übertriebenen Statistik mehr Spendengelder mobilisieren zu wollen.

Die Antwort Kutchers folgte prompt. Sofort startete er über einige soziale Netzwerke eine regelrechte Hetzkampagne gegen die Zeitung und forderte Firmen über Twitter auf, keine Anzeigen mehr in der Publikation in Auftrag zu geben: "Hey, @disney @dominos seid ihr euch bewusst, dass ihr Werbung auf einer Seite schaltet, die mit einem digitalen Bordel zusammenarbeitet und ein solches betreibt?"

Wie der US-Intenertdienst "radaronline" berichtet, hatte Kutcher herausgefunden, dass "The Village Voice" ein eigenes Interesse daran habe, den existierenden Sexhandel herunterzuspielen. Schließlich würde eine von der Firma betriebene Internetseite unterschiedliche Dienste anbieten, darunter auch einen zwielichtigen Escort-Service.

"Während die Zeitung angibt, Millionen zu spenden, um gegen den Sexhandel von Kindern anzukämpfen, übergehen sie einfach die große Zahl an Frauen, die über 18 sind und von Zuhältern zur Prostitution gezwungen werden und die wiederum schalten eine Anzeige auf Backstage.com. Ich habe viele persönliche Gespräche mit solchen Frauen geführt und Horrorgeschichten gehört, die das auch bezeugen können", so Kutcher laut "radaronline".

Mit der Kampagne "Real Men Don´t Buy Girls" wollen Kutcher und Moore auf Zwangsprostitution und Menschenhandel aufmerksam machen. Prominente Schauspiel-Kollegen wie Bradley Cooper, Sean Penn und Justin Timberlake unterstützen sie dabei. Zum Start der Kampagne hatte Moore in einem Interview erklärt: "Echte Männer kaufen keine Frauen. Sie beschützen sie. Wir rekrutieren echte Kerle, die den Mut haben sich für das Thema einzusetzen." Bleibt zu hoffen, dass dieser hehre Wunsch zu helfen im aktuellen Streit nicht untergeht.

yyo




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