Ein Amerikaner auf den Spuren deutscher Geschichte in Berlin - nein, es handelt sich hierbei nicht um Tom Cruise und seine Stauffenberg-Verfilmung, sondern um Tom Hanks! Bereits seit sieben Jahren arbeitet der 51-Jährige an einer Verfilmung des Lebens von Dean Reed - einem in den USA geborenen Schauspieler und Sänger, der in den 70er Jahren als bekennender Sozialist in der DDR lebte und dort als sogenannter "Roter Elvis" zum beliebtesten Künstler des SED-Regimes wurde. Am 17. Juni 1986 wurde Reed aus dem Zeuthener See in Brandenburg geborgen. Damals sprachen offizielle DDR-Stellen von einem tragischen Unfall, andere machten die Stasi für seinen Tod verantwortlich. Wieder andere glaubten an den Selbstmord des DDR-Stars. Bis heute bleiben die wahren Gründe für seinen Tod im Dunkeln - guter Stoff für einen hoffentlich guten Film.

Bereits vor drei Jahren hat Hanks die Rechte an der Geschichte des "Roten Elvis" von dessen Witwe Renate Blume erworben. Seitdem laufen die Arbeiten am Drehbuch. Noch in diesem Monat soll in der deutschen Haupstadt nun endlich die erste Klappe für "Comrad Rockstar" fallen, berichtet die Berliner "B.Z." in ihrer Silvesterausgabe. Die Filmstudios in Babelsberg halten sich aber noch bedeckt: "Wir können das Projekt weder dementieren noch bestätigen. Natürlich würden wir uns sehr freuen, wenn Tom Hanks hier drehen würde. Offiziell können wir aber erst etwas dazu sagen, wenn die Verträge unterschrieben sind." Sieht ganz so aus, als rieche die Berliner Luft bald wieder nach Hollywood.

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