Nadja Benaissa - No Angels "Ein Opfer ist sie in jedem Fall"

"No Angels"-Sängerin Nadja Benaissa muss immer noch im Gefängnis sitzen. Nun äußert sich Ex-Tennisprofi und Aids-Aktivist Michael Stich zu dem Fall

Grafikelement - Aufgeschnappt
© FreitextGrafikelement - Aufgeschnappt

Neun Tage sitzt Nadja Benaissa nun schon in Untersuchungshaft: Die "No Angels"-Sängerin soll ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Männern gehabt haben und diese nicht über ihre Erkrankung aufgeklärt haben, obwohl sie wusste, dass sie HIV positiv ist. Den Medien des "Axel-Springer"-Konzerns ist es zwar gerichtlich untersagt, trotzdem wird weiter über Nadja Benaissa berichtet.

In der "Welt am Sonntag" hat sich nun der ehemalige Tennisprofi Michael Stich zu dem Fall geäußert. Der Aids-Aktivist, der sich mit der "Michael-Stich-Stiftung" vorrangig für HIV-infizierte und an AIDS erkrankte Kinder einsetzt, sagte im Interview: "Sollten die Vorwürfe stimmen, ist das, was sie getan hat moralisch schlecht. Anders kann ich es leider nicht sagen. Wenn jemand weiß, dass er mit HIV infiziert ist und bewusst das Risiko in Kauf nimmt, andere mit dieser schrecklichen Krankheit anzustecken, ist das moralisch schlecht. Rechtlich mag und kann ich die Situation nicht bewerten."

Michael Stich wünscht sich trotzdem, dass die Sängerin nicht vorverurteilt wird: "Ich hoffe, dass man ihr - trotz der schweren Vorwürfe - ein wenig Ruhe gönnt. Ob Sie ein Täter ist, wird sich erst noch rausstellen. Ein Opfer ist Nadja in jedem Fall", beurteilte er die Situation von Nadja Benaissa.

jan