Katia Saalfrank
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Katia Saalfrank - Super Nanny Tipps und Tricks für Promi-Kids

Gala sprach mit der "Super Nanny" Katia Saalfrank über Tipps und Tricks für prominente und nicht so prominente Eltern

Bei den Jolie-Pitts herrscht immer Chaos,

manchmal gibt es Pizza zum Frühstück und die Mädchen verkleiden sich gern mit Mamas Klamotten. Bei Heidi Klum zuhause singen die Kids den lieben langen Tag lauthals deutsche Kinderlieder und die Beckham-Jungs spielen am liebsten im Garten Fußball. Irgendwie ganz normaler Family-Alltag - auch bei nicht ganz normalen Familien. Gala sprach mit der Diplom-Pädagogin Katia Saalfrank (RTL, "Die Super Nanny") über Tipps und Tricks für prominente und nicht so prominente Eltern, damit die lieben Kleinen sich auch unter erschwerten Bedingungen - auf Reisen, wenn Daddy Stress im Job hat oder wenn die Familie Zuwachs bekommt – pudel-happy-wohl fühlen und ihren so wertvollen Schlaf bekommen.

Frau Saalfrank, Promi-Eltern wie Nicole Kidman oder Naomi Watts sind mit kleinen Kindern sehr viel unterwegs: Kalifornien, New York, Australien und zurück ... Dabei sieht alles immer so easy aus, als sei es kein Problem mit Babys zu reisen. So einfach ist es aber gar nicht, oder?

Es gibt Kinder für die ist das überhaupt kein Thema – das hat auch etwas mit Gewöhnung zu tun. Es gibt aber auch Kinder, für die ist eine Reise schwieriger und belastender. Eltern sollte von Anfang an klar sein, dass es zu bestimmten Situationen wie Unruhe kommen kann, gerade beim Einschlafen. Eine Kuscheldecke oder ein Schaffell sind eine gute Hilfestellung. Eltern sollten auf Reisen versuchen, das Bettchen genauso wie zu Hause herzurichten. Geruch, Schlafenszeit und Stimmung sind vor allem für kleine Kinder sehr wichtig. Auch eine Spieluhr kann beim Einschlafen in fremder Umgebung beruhigen. Wichtig ist auch, dass man gute Windeln mit nimmt, die bis zu zwölf Stunden trocken halten, damit das Kind nicht durchnässt. Im Urlaub kann man ja nicht so oft waschen und vor allem im Ausland ist es schwer, die Produkte zu finden, an die das Kind gewöhnt ist.

Können auch Säuglinge unter einem Jetlag leiden?

Kinder reagieren in der Regel sofort, wenn sie sich nicht mehr in der gewohnten Umgebung befinden. Sie merken natürlich, wenn sie woanders einschlafen oder aufwachen. Auf Reisen kommt der Rhythmus, den die Kinder von zu Hause kennen in den meisten Fällen durcheinander. Die Eltern sollten flexibel sein und sich darauf einstellen, dass Sachen ergänzt und verändert werden müssen.

Bei prominenten Eltern ist es ja ohnehin so, dass es kaum einen festen Alltagsrhythmus gibt, mal ist Mom hier eingeladen, mal dreht Dad dort ...

Die Lebensformen von Familien heute sind vielfältig. Das gilt nicht nur für die berufstätigen Eltern, sondern auch für die, die geschieden sind und sich die Zeit mit den Kindern teilen. Alle Eltern, die in dieser Situation sind, müssen sich erstmal klar machen, dass so etwas erstmal schwierig ist für ein Kind. Aber auch daran wird es sich, wenn es genügend Zeit bekommt gewöhnen können. Wichtig ist, dass die Eltern ein gutes Gefühl in Bezug auf ihre Kinder haben. Oft ist es für Eltern schlimmer als für die Kinder, wenn sie abends zum Gute-Nacht-Sagen nicht da sind.

Und wenn Mutter oder Vater abends zu hause sein können, wie sollte das Ins-Bett-bringen eines Babys idealerweise dann aussehen?

Jeder braucht sein eigenes Ritual, um einschlafen zu können. Das ist bei Erwachsenen so und bei Kindern nicht anders, wird aber oft unterschätzt. Der Schlaf bei Kindern hat auch immer etwas mit Abschied und Trennung zu tun. Wir machen uns einfach nicht klar, dass das für sie auch etwas Schmerzhaftes sein kann und Unsicherheit mit sich bringt, ob ihre Mama auch nach dem Aufwachen noch da ist. Deshalb muss ein Kind gute Erfahrungen damit machen können und um dann zu verstehen, dass auch wenn die Tür angelehnt ist, die Mama noch da ist. Es ist wichtig sein Kind zu verstehen und mit ihm mitfühlen zu können. Wesentlich ist auch, dass man mit sich selber konsequent ist. Also sein Kind zu einer festen Uhrzeit ins Bett bringt. Man kann dazu ein Ritual finden, das sowohl das Kind mag als auch man selbst. Dabei sollten die Eltern aber darauf achten, dass Dinge, die dem eigenen Kind gefallen, nicht automatisch auch bei dem Geschwisterchen funktionieren. Flexibilität ist grundsätzlich! Außerdem sollten Eltern bei ihren Ritualen die Uhr im Auge behalten. Je kleiner die Kinder sind, umso wichtiger ist es, dass möglichst kein Leerlauf zwischen Abendessen und Schlafengehen entstehen. Denn dann fangen die Kinder wieder an zwischendurch zu spielen und werden wieder munter.

Die meisten Promis gönnen sich Hilfe bei der Kinderbetreuung, manche beschäftigen sogar eine ganze Schar Nannys. Was halten Sie davon?

Es gibt die verschiedensten Betreuungsmodelle. Wichtig ist dabei nur, dass man das Wohl der Kinder im Auge hat. Für manche Kinder ist die Betreuung durch eine Nanny überhaupt kein Problem. Andere wiederum sind sehr sensibel. Genau das ist das Schwierige an der Sache, weil so viele Situationen nicht im Voraus planbar sind. Wenn Eltern spüren, dass sich ihr Kind nicht wohl fühlt, bekommen sie ein schlechtes Gewissen. Die Eltern müssen das Gefühl haben, dass es okay ist, das Kind loszulassen.