Jürgen Klinsmann

Der tiefe Fall des Startrainers

Jetzt kam Jürgen Klinsmanns lange erwarteter Rauswurf beim "FC Bayern München"

Jürgen Klinsmann

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Grafikelement - Aufgeschnappt

Grafikelement - Aufgeschnappt

Rauswurf beim "FC Bayern München" kommt nicht unerwartet: Nach nur zehn Monaten im Amt wird den vielen Spekulationen um eine Trennung vom einst so gefeierten Startrainer jetzt mangels Erfolg stattgegeben. Die schlechten Leistungen des Rekordmeisters und die neuerliche 0:1-Pleite gegen den "Schalke 04" gaben jetzt wohl den restlichen Anstoß zu dem Entschluss.

Als 2006 mit der deutschen Nationalmannschaft den dritten Platz der Weltmeisterschaft im eigenen Land holte, wurde der 44-Jährige zum Nationalhelden und gefeiertem Star des Fußballsports. Er hätte alles haben können - man fraß ihm aus der Hand. Doch zu diesem Zeitpunkt entschied er sich das Zepter des Nationaltrainers an abzugeben und ging zurück nach Amerika. Eine große Enttäuschung schien sich in Deutschland zu verbreiten, als Jürgen Klinsmann damals seine Entscheidung verkündete.

Umso größer war die Sensation und Freude, als Anfang 2008 bekannt wurde, dass ab der Bundesliga-Saison 2008/2009 als Trainer für den Traditionsverein "FC Bayern München" verpflichtet werden konnte. Noch immer wirkten die Vorschusslorbeeren und man traute ihm auch jetzt wieder alles zu. Große Umbauarbeiten plante er in der Mannschaft. Ja, sogar von einem langfristigen Projekt war die Rede. KlinKlinsmannuptstadt. Begleitet von der Boulevardpresse wurde jetzt viel von ihm erwartet.

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Doch als dann die Fußballsaison begann und der erfolgsverwöhnte "FC Bayern" ein Spiel nach dem anderen verlor, demontierte sich der gute Ruf des Trainers Jürgen Klinsmann zusehends. Bis zuletzt konnte Jürgen Klinsmann einfach keine Linie in das Team bekommen.

Heute Vormittag wurde Klinsmann dann von der Entscheidung des Vereins unterrichtet: Um kurz vor halb zehn fuhr er auf das Gelände des "FCB". Der Vorstand unterrichtete ihn von dem vorzeitigen Ende der Zusammenarbeit. "Der FC Bayern München dankt Jürgen Klinsmann und seinem Team für ihre Tätigkeit", hieß es in der anschließenden Mitteilung des Rekordmeisters. Denn mit Klinsmanns müssen auch seine Assistenten Martin Vasquez und Nick Theslof den Verein entlassen. Ob Jürgen Klinsmann von dieser Entscheidung überrascht war? In seinem Dienstwagen verließ er um 11.30 Uhr geradezu fluchtartig die Tiefgarage des Vereinsgeländes.

Eigentlich wäre der Vertrag des absoluten Wunschkandidaten erst am 30. Juni 2010 ausgelaufen. Jetzt wird der 63-jährige als Interimstrainer der Bayern eingesetzt.

Ob der einst so gefeierte Jürgen Klinsmann Deutschland jetzt wieder den Rücken kehren und sich nach Amerika zurückziehen wird, ist indes unklar - zu verstehen wäre es allerdings.

dvo

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