Im holzvertäfelten Konferenzraum des Hyatt-Hotels liegt Aufregung in der stickigen Luft: Alle warten auf Vince Vaughn: den Womanizer, der Amerika's Darling Jennifer Aniston verführte, den Comedy-Star, von Kritikern verrissen und vom Publikum geliebt (die letzten fünf Filme mit ihm in der Hauptrolle spielten zusammen fast 450 Millionen Euro ein). Plötzlich Aufregung auf dem Flur, die Damen fangen an zu tuscheln - ein großer Mann in Jeans und und Hemd huscht über den Flur. Vince Vaughn ist da.
Was finden Frauen an diesem Mann? 1,96 Meter groß ist Vince Vaughn und bestimmt kein Schönling: Waschbär- statt Waschbrettbauch, das Brusthaar sprießt fröhlich - ganz im Gegensatz zum Haupthaar. Die legendären Augenringe sind dank der Premierenfeier von "All Inclusive" noch etwas dicker als sonst. "Auf wen wartet ihr denn hier alle?" witzelt er dröhnend in die Runde. Das Eis ist gebrochen, das Interview kann beginnen.
Vince, du hast in deinen Filmen eine ziemliche Entwicklung durchgemacht: In "Swingers" warst du der Aufreißer Trent und in "All Inclusive" bist du jetzt der brave Ehemann. In deinem echten Leben hattest du ja früher auch viele Mädels um dich herum - wo stehst du denn jetzt?
Wenn man älter wird, lernt man einfach, dass man eigentlich gar nichts weiß. Als meine Schwester Kinder bekommen hat, habe ich erst gemerkt, wie sehr ich Kinder mag und wollte deswegen auch welche haben. Und dann habe ich das Glück gehabt, meine jetzige Verlobte Kyla kennenzulernen.Ihr beiden habt euch ja Anfang des Jahres verlobt. Wird Vince Vaughn bald Papa?
Auf jeden Fall. Es gibt noch kein festes Datum, aber ja. Vorher konnte ich mir das einfach nicht vorstellen, aber jetzt will ich unbedingt Kinder haben.Wenn Vince Vaughn über seine Bald-Ehefrau Kyla Weber spricht, leuchten seine Augen. Die Zeiten als Womanizer liegen eindeutig hinter ihm. Über seine Affäre mit Jennifer Aniston im Sommer 2005 redet der 39-Jährige dagegen nicht so gern. In einem kurzen Nebensatz über ihren gemeinsamen Film "Trennung mit Hindernissen" nennt er sie schlicht Aniston. Nicht Jennifer, nicht Jenny - nein, Aniston.
Wie hast du Kyla eigentlich kennengelernt?
Kyla kommt ja eigentlich aus Kanada - und ihr Vater ist übrigens Deutscher. Kennengelernt haben wir uns, weil mein bester Freund mit ihrer besten Freundin verheiratet ist. Ich fand sie direkt süß, aber dann hatte ich auch ein bisschen Angst: Wenn es mit uns nicht geklappt hätte, wären wir uns ja trotzdem noch dauernd über den Weg gelaufen. Also haben wir ganz langsam angefangen, mit Telefon und E-Mail und erst danach fingen wir wirklich an, uns regelmäßig zu sehen.









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