Nein, weder Iiielah, noch Iesla: Wer sich mit Isla Fisher trifft, lernt rasch, dass ihr Vorname wie Ei-Lah ausgesprochen wird. Namens-Wirrwarr nimmt die 33-jährige Schauspielerin ebenso gelassen wie alles andere: Entspannt kuschelt sie sich in den gemütlichen Ohrensessel des Berliner Hotels "Regent", und schnell wird klar, dass die Chaosbraut aus "Shopaholic" nur auf der Leinwand existiert. Vielmehr zeigt Isla Fisher, dass ein geborenes Comedy-Ass auch mit ruhigen Tönen amüsieren kann.

Isla Fisher bei den Dreharbeiten zu "Shopaholic"
Isla Fisher bei den Dreharbeiten zu "Shopaholic"
(Foto: © Wireimage.com)

Rebecca Bloomwood aus "Shopaholic" ist ein durchgeknalltes Großstadtmädchen, dessen Welt Power-Shopping ist. Wie viel Isla findet sich in ihr wieder?

Ich bilde mir ein, dass ich genau so energievoll und optimistisch bin wie Rebecca. Sicher habe ich auch so ein großes Herz wie sie. Aber ich bin definitiv kein Shopaholic. Ich kaufe selten und wenig ein. Und ich verstecke Kreditkarten-Abrechnungen nie unter meiner Matratze.

Wofür geben Sie viel Geld aus?

Für Bücher und Lebensmittel.

Stöckeln Sie im echten Leben auch auf solch mörderischen High Heels durch die Gegend?

Privat trage ich nur flach. Mein Lieblings-Outfit sind Jeans und Ugg-Boots. Wenn du in High Heels ein Kind anheben willst, läufst du Gefahr zu stürzen.

Erinnern Sie sich an Ihr peinlichstes Outfit?

Meinen peinlichsten Auftritt hatte ich in einem bodenlangem Abendkleid von Hermès, das ich zu den "Golden Globes" getragen hatte. Ich posierte auf dem roten Teppich, drehte mich, stolzierte herum. Am Ende schaute ich über meine Schulter und stellte fest, dass mein Kleid am Rücken aufgerissen war. Meine rechte Pobacke kam komplett zum Vorschein. Danach nannten all meine Freunde mich "Isla, die Exhibitionistin".

Sie sind mit vier Brüdern in Australien aufgewachsen. Wie hat Sie das geprägt?

Ich bin das Mittelkind. Aber kein typisches, und ich litt schon gar nicht unter dem berühmten Mittelkind-Syndrom. Das liegt daran, dass ich ein Mädchen bin. Glück gehabt! Dafür habe ich aber viel Zeit auf Bäumen verbracht, um mich vor meinen Brüdern zu verstecken.

Ihr Markenzeichen sind Ihre roten Haare. Wurden Sie als Kind deswegen aufgezogen?

Und wie! Die anderen Kinder nannte mich Rotnuss. Aber ich habe meine Haarfarbe ausgenutzt, um damit meine schlimmen Temperamentsausbrüche zu rechtfertigen.

Ihre Tochter Olive ist anderthalb Jahre alt. Wie hat Sie das Muttersein verändert?

Mein Kind ist für mich das Wunderbarste, was ich bislang hinbekommen habe. Auf Olive bin ich richtig stolz. Ich will auf keinen Fall, dass meine Tochter ein Einzelkind bleibt. In zehn Jahren sehe ich mich mit einer großen Kinderschar - hoffentlich auch noch mittendrin im Filmgeschäft.

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