Einen Moment stutzt Sarah Connor. "Sag mal, hat die einen Mops auf der Bühne?", fragt sie und zeigt zum Bildschirm, der im Backstageraum der Kölner MMC-Studios steht. Über den verfolgen ihr Jury-Kollege Till Brönner und sie während des Gala-Interviews immer wieder die Proben auf der "X Factor"-Bühne. Momentan studiert gerade das Trio Urban Candy seine Performance für eine der Live-Shows ein, in denen sich die Kandidaten behaupten müssen. "Ja, das ist das Maskottchen von Candy, der Sängerin. Aber das ist kein echter Mops, nur ein Kuscheltier. Der trägt immer dasselbe Outfit wie sie", klärt Brönner auf.
Kannten Sie beide sich schon vor "X Factor"?
Till Brönner: Vom Namen her ja, aber nicht persönlich. Wir sind uns im März beim "Echo" zum ersten Mal über den Weg gelaufen und haben miteinander gesprochen, weil sich da das "X Factor"-Projekt bereits andeutete.Sarah Connor: Mein Vater ist das Musikfachlexikon unserer Familie und großer Till-Brönner-Fan. Als ich ihm am Anfang erzählt habe, Papa, ich mache wohl bei einer Fernsehshow mit, war er eher kritisch. Aber als ich nachgeschoben habe, dass George und Till dabei sind, meinte er: "Till Brönner! Na dann wird das gut."
Mussten Sie Ihrem Vater ein Autogramm mitbringen?
Connor: Nee, aber wenn sich die beiden kennenlernten, würde er Till zwei Stunden in Beschlag nehmen - und ihm am Schluss noch Tipps geben.Brönner (lacht): Na ja, mit so etwas habe ich Erfahrung. Es passiert oft, dass mich hübsche Mädchen ansprechen - und dann sagen: Herr Brönner, meine Mutter ist ein totaler Fan von Ihnen. Kann ich bitte ein Autogramm haben?
Kommen während der Show Erinnerungen an die eigenen ersten Karriereschritte hoch?
Connor: Andauernd.Brönner: Ich erinnere mich oft an Situationen, in denen etwas schiefgegangen ist.
Connor: Zum Beispiel?
Brönner: Mit 18 hatte ich ein Konzert in einem der bekanntesten Jazzclubs Deutschlands - viele Freunde und Bekannte waren extra gekommen. Doch ich musste den Auftritt abbrechen. Die Band hat die zweite Hälfte allein gespielt. Ich hatte mir eine falsche Technik angewöhnt und mir deshalb die Lippen kaputt geblasen. Das ist so, als wenn du mit der falschen Technik singen würdest und deine Stimmbänder reißen. Es war schrecklich. Ich bin wie ein geprügelter Hund von der Bühne geschlichen.
Connor: Meine Stimme ist mir zum Glück noch nie weggeblieben. Aber ich musste vor zwei Jahren meine Stimmbänder operieren lassen, weil ich eine Erkältung nicht auskuriert hatte. Pannen gehören dazu, das muss man akzeptieren.









Text empfehlen über:
Weitere Funktionen:
Newsletter abonnierenText drucken