Helg Sgarbi
© Getty Images Helg Sgarbi

Helg Sgarbi - Klatten-Prozess Sechs Jahre Haft

Der Klatten-Erpresser Helg Sgarbi wurde vom Landgericht München zu sechs Jahren Haft verurteilt

Seit heute morgen um 9.30 Uhr stand Gigolo Helg Sgarbi in München vor Gericht. Jetzt wurde das Urteil verkündet: Das Landesgericht München verurteilte den Erpresser zu sechs Jahren Gefängnis. Der 45-Jährige hatte sich und Milliardärin Susanne Klatten beim Sex gefilmt und die Quandt-Erbin mit den Filmen erpresst. Angeblich soll er sieben Millionen Euro von der reichsten Frau Deutschlands erhalten haben, forderte dann weitere 49 Millionen von ihr. "Das war ein Moment der Klarheit: Du bist jetzt Opfer, und du musst dich wehren", sagte sie im November gegenüber der "Financial Times Deutschland. Anders geht das ewig weiter. Und das hält man nicht aus."

Vor Gericht hat Helg Sgarbi gestanden vier wohlhabende Frauen, darunter Susanne Klatten, verführt und um mehrere Millionen Euro gebracht zu haben. Susanne Klatten blieb die Aussage somit erspart. Die Milliardärin, die als sehr medienscheu gilt, dürfte sehr froh sein, dass sie vor Gericht nicht auftreten musste und auch keine anderen geschädigten Frauen des Sex-Erpressers.

Gegenüber "Bild" äußerte sich Susanne Klatten nach dem Prozess: "Es war richtig, diesen Weg zu gehen - auch wenn es nicht leicht gewesen ist."

jan

Details des Prozess-Auftaktes:

13.44 Uhr: Der Klatten-Erpresser wird zu sechs Jahren Haft verurteilt.

12.45 Uhr: Schlusswort von Helg Sgarbi: "Ich schließe mich den Ausführungen meiner beiden Anwälte an.

12.40 Uhr: Egon Geis, Sgarbis Verteidiger, beendet sein Plädoyer und fordert fünf Jahre Haft für seinen Mandanten.

12.20 Uhr: Der Verteidiger beginnt mit seinem Plädoyer.

12.18 Uhr: Der Staatsanwalt fordert neun Jahre Haft für Sgarbi.

10.30 Uhr: Nach Helg Sgarbis Geständnis beraten sich die Richter nun im Richterzimmer.

9.50 Uhr: Nachdem die Anklageschrift verlesen wurde, äußert sich Sgarbis Verteidiger Egon Geis: "Die Vorwürfe treffen im Kern zu." Sgarbi entschuldigt sich zutiefst bei den betroffenen Frauen, gesteht alles was in der Anklageschrift steht. Zu den Hintermännern schweigt er jedoch, genauso wie zu dem Verbleib des Geldes und des Videos.