Harald Schmidt
© Getty Images Harald Schmidt

Harald Schmidt "Late-Night"-Show wird bissig

Bei der Pressekonferenz zu seiner neuen "Late-Night"-Show verriet Harald Schmidt, dass er wieder den Wunsch habe "Blut zu trinken"

Harald Schmidt weiß ganz genau, welche Art von Gästen er in seiner gleichnamigen "Late-Night"-Show nicht zu Gast haben möchte: B-Promis, die nur ihr neuestes Buch oder eine CD vorstellen möchte, haben bei dem Altmeister der Unterhaltung keine Chance, eingeladen zu werden. Die Zuschauer seiner Sendung sollten zudem einen gewissen Grad an Allgemeinwissen besitzen: "Wer nicht weiß, wer Ronald Pofalla ist oder womit das Theater am Schiffbauerdamm groß geworden ist, wird es schwer haben" kündigte der Entertainer an.

Politik und Kultur werden also bei Harald Schmidt auf der Agenda stehen. "Mein subversiver Akt ist, den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ernst zu nehmen. Comedy ist kein Maßstab mehr", sagte der 52-Jährige auf der Pressekonferenz. Und versetzte damit seinem ehemaligen Partner Oliver Pocher einen Seitenhieb. Ohne diesen namentlich zu nennen sagte er weiter, manchmal müsse man sich eben mit Viren infizieren, die scheinbar tödlich wirkten, damit dann daraus später etwas Gutes entstehe. In seiner Show werde es keine "Wegwerf-Gags" geben, versprach er.

Sein erster Gast wird am 17. September Wolfgang Grupp der Chef Textilherstellers "Trigema" sein. In seiner zweiten Sendung empfängt Harald Schmidt den Intendanten des Berliner Ensembles, Claus Peymann.

jan